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Klage wirft Meta Profit aus Betrugsanzeigen vor

Jungferninseln sehen Versäumnisse beim Schutz von Nutzern und Kindern

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Klage wirft Meta Profit aus Betrugsanzeigen vor

Die Generalstaatsanwaltschaft der U.S.-amerikanischen Jungferninseln hat Klage gegen Meta Platforms eingereicht. Dem Konzern, der die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram betreibt, wird vorgeworfen, gezielt von Werbeanzeigen für Betrugsmaschen profitiert und zugleich unzureichende Maßnahmen zum Schutz von Kindern und erwachsenen Nutzern ergriffen zu haben. Die Klage wurde beim Superior Court der Jungferninseln auf der Insel St. Croix eingereicht und stützt sich auf Verstöße gegen lokale Verbraucherschutzgesetze.

Im Kern wirft die Klageschrift Meta vor, Nutzer bewusst Risiken auszusetzen, um die eigene Reichweite und damit die Werbeeinnahmen zu steigern. Nach Darstellung der Generalstaatsanwaltschaft habe das Unternehmen betrügerische Inhalte nicht konsequent unterbunden, obwohl deren Existenz bekannt gewesen sei. Die Kläger argumentieren, Meta habe wirtschaftliche Interessen über den Schutz seiner Nutzer gestellt und damit wissentlich Schaden in Kauf genommen.

Mehrfach verweist die Klage auf eine frühere Recherche von Reuters, in der interne Unternehmensdokumente ausgewertet wurden. Demnach soll Meta intern damit gerechnet haben, dass rund zehn Prozent des Umsatzes im Jahr 2024 aus Anzeigen für Betrug, illegales Glücksspiel und verbotene Produkte stammen könnten. Die Dokumente legten zudem nahe, dass Werbekunden nur dann gesperrt würden, wenn interne Systeme mit sehr hoher Sicherheit von betrügerischem Verhalten ausgingen.

Nach Veröffentlichung dieser Recherchen hatten zwei US-Senatoren Bundesbehörden wie die Börsenaufsicht SEC und die Wettbewerbsbehörde FTC aufgefordert, mögliche Verstöße zu prüfen. Die nun eingereichte Klage der Jungferninseln gilt als erster Versuch einer Generalstaatsanwaltschaft, diese Vorwürfe gerichtlich aufzugreifen und Sanktionen durchzusetzen.

Darüber hinaus beschuldigt die Klage Meta, die Öffentlichkeit über den tatsächlichen Stand der Sicherheitsmaßnahmen in die Irre geführt zu haben. Öffentlich habe das Unternehmen wiederholt den Schutz von Kindern und Jugendlichen hervorgehoben, intern jedoch bestehende Richtlinien nicht konsequent umgesetzt. Dies betreffe sowohl Inhalte als auch den Umgang mit potenziell schädlichen Interaktionen auf den Plattformen.

Meta weist die Anschuldigungen zurück. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man bekämpfe Betrug intensiv und verzeichne einen deutlichen Rückgang entsprechender Meldungen in den vergangenen Monaten. Auch die Vorwürfe mangelnder Sicherheit für junge Nutzer seien unbegründet. Das Unternehmen verwies auf bestehende Programme und Anpassungen interner Richtlinien, nachdem frühere Berichte über problematische Inhalte im Zusammenhang mit KI-gestützten Funktionen bekannt geworden waren.

MetaUSAKlageSocial Media

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