KKR steigert Managementgebühren auf 1,12 Milliarden Dollar im vierten Quartal
Private-Equity-Riese profitiert von Rekordzuflüssen, während Transaktionsgebühren zurückgehen und Sonderbelastung drückt.

Der New Yorker Private-Equity-Gigant KKR hat im vierten Quartal 2024 seine Einnahmen aus Managementgebühren deutlich gesteigert. Die Gebühren für die Verwaltung von Kundengeldern kletterten um 24 Prozent auf 1,12 Milliarden Dollar. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Transaktionsgebühren um 16,6 Prozent auf 225,5 Millionen Dollar.
KKR konnte im Gesamtjahr 2025 neues Kapital in Höhe von 129 Milliarden Dollar einsammeln – ein neuer Rekordwert. Die starken Zuflüsse stammten hauptsächlich aus dem Kredit- und Versicherungsgeschäft. Das gesamte verwaltete Vermögen stieg dadurch auf 744 Milliarden Dollar. Die Zahlen unterstreichen die Marktstellung von KKR in einem schwierigen Umfeld, in dem vor allem große etablierte Häuser neue Gelder anziehen.
Das herausfordernde Fundraising-Umfeld besteht seit Beginn der Zinserhöhungen der US-Notenbank im Jahr 2022. Während kleinere und neuere Fonds Schwierigkeiten haben, Kapital einzuwerben, profitieren die großen Player wie KKR von einer Konzentration der Mittelzuflüsse. Die Managementgebühren, die unabhängig von der Anlageperformance erhoben werden, entwickelten sich entsprechend positiv.
Sonderbelastung drückt Gewinnkennzahl
Der bereinigte Nettogewinn (Adjusted Net Income) belief sich auf 1 Milliarde Dollar oder 1,12 Dollar je Aktie. Ohne eine Sonderbelastung von 350 Millionen Dollar hätte der Gewinn pro Aktie bei 1,30 Dollar gelegen. Die Belastung resultiert aus einem schlecht performenden Fonds in Asien, für den KKR zuvor erhaltene Vergütungen zurückzahlen muss.
Die gesamten Anlageerträge, die Gewinne aus Vermögensverkäufen und Performance-Einnahmen umfassen, sanken drastisch um 78,8 Prozent auf 84,8 Millionen Dollar. Das traditionelle Private-Equity-Portfolio erzielte im Quartal dennoch solide Renditen von 4 Prozent. Die Infrastrukturfonds legten in ihrer Bewertung um 2 Prozent zu.
Übernahme von Arctos angekündigt
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Zur AktienanalyseParallel zu den Quartalszahlen gab KKR die Übernahme von Arctos bekannt, einem institutionellen Investor und Anbieter von Asset-Management-Lösungen. Die Transaktion wird zunächst mit 1,4 Milliarden Dollar bewertet. Gegen Ende 2025 erlebte das Dealmaking eine Wiederbelebung, wovon auch Konkurrent Blackstone profitierte.
Die Kapitalmarkteinheit von KKR, die Portfoliounternehmen und Dritte bei Transaktionen wie Börsengängen und Fremdfinanzierungen unterstützt, verzeichnete den Gebührenrückgang. Dies spiegelt die noch verhaltene Aktivität bei größeren Transaktionen wider, auch wenn sich die Märkte zuletzt wieder belebten.


