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KKR Private-Credit-Fonds FS KKR Capital erleidet 560-Millionen-Dollar-Verlust

Steigende Kreditausfälle belasten den größten von Privatanlegern gehaltenen Private-Credit-Fonds von KKR massiv.

KKR Private-Credit-Fonds FS KKR Capital erleidet 560-Millionen-Dollar-Verlust

Der größte Private-Credit-Fonds von KKR, der von Privatanlegern gehalten wird, hat im ersten Quartal einen Verlust von 560 Millionen US-Dollar verzeichnet. Ursache ist eine wachsende Zahl von Kreditausfällen innerhalb des Portfolios. Die Abschreibung entspricht rund 10 Prozent des Nettoinventarwerts (NAV) des Fonds und gilt als eines der bisher deutlichsten Warnsignale für tieferliegende Probleme in einem großen Private-Credit-Vehikel.

Bei dem betroffenen Fonds handelt es sich um die Business Development Company (BDC) FS KKR Capital, die ein Gesamtvolumen von 12,3 Milliarden US-Dollar verwaltet. Business Development Companies sind börsennotierte Investmentgesellschaften, die Kredite an mittelständische Unternehmen vergeben und in den USA besonders bei Privatanlegern beliebt sind. Die Kreditausfallquote des Fonds stieg im ersten Quartal auf 8,1 Prozent, nach 5,5 Prozent noch im Dezember – ein deutlicher Anstieg innerhalb weniger Monate.

Großkredite an Medallia und Affordable Care fallen aus

Der Fonds steht bereits seit dem vergangenen Jahr unter Druck, als bekannt wurde, dass seine größte Einzelinvestition Verluste einfuhr. Die Lage verschärfte sich weiter, als Großkredite an den Softwarehersteller Medallia und den Zahngesundheitsdienstleister Affordable Care ausfielen. Diese Ausfälle beschleunigten den Kursverfall der FS-KKR-Capital-Aktie erheblich.

Der Aktienkurs des Fonds hat sich im vergangenen Jahr nahezu halbiert. Die anhaltenden Kreditverluste beeinträchtigen inzwischen auch die Fähigkeit des Fonds, Fremdkapital für neue Kredite aufzunehmen – ein zentrales Instrument, mit dem Private-Credit-Fonds ihre Rendite steigern. Zwei Ratingagenturen stuften die Anleihen von FS KKR Capital in den vergangenen Monaten auf Ramschniveau (Junk-Status) herab. Zudem war der Fonds gezwungen, die Konditionen eines Großkredits von JPMorgan Chase und weiteren Banken neu zu verhandeln.

KKR schnürt Stützungspaket in Höhe von 600 Millionen Dollar

Als Reaktion auf die Krise hat KKR ein umfangreiches Stützungspaket angekündigt. Das Unternehmen wird neue Wandvorzugsaktien im Wert von 150 Millionen US-Dollar erwerben. Darüber hinaus legt KKR ein öffentliches Kaufangebot (Tender Offer) für Stammaktien im Wert von 150 Millionen US-Dollar zu einem Preis von 11 US-Dollar je Aktie auf – ein Kurs, der leicht über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag liegt. Der Fonds selbst wird zusätzlich Stammaktien im Wert von 300 Millionen US-Dollar am freien Markt zurückkaufen.

KKR betonte, dass der Großteil der jüngsten Verluste aus bereits zuvor offengelegten Problemkrediten stamme. Den starken Kursrückgang der Aktie bezeichnete das Unternehmen als Überreaktion des Marktes. Größere Private-Credit-Portfolios, die KKR für institutionelle Investoren verwaltet, hätten sich laut aktuellen Investorenpräsentationen deutlich besser entwickelt als der von Privatanlegern gehaltene Fonds.

Der Fall FS KKR Capital verdeutlicht die Risiken im boomenden Markt für Private Credit, der in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Während institutionelle Investoren oft Zugang zu diversifizierteren und besser gemanagten Portfolios haben, tragen Privatanleger in BDC-Strukturen ein konzentrierteres Ausfallrisiko – ein Umstand, der im aktuellen Zinsumfeld zunehmend sichtbar wird.

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