Kinderkrankenhaus in Buenos Aires erhält Lieferung von medizinischem Cannabis
Die Produkte sollen in erster Linie für palliative Zwecke eingesetzt werden.

Das Nationale Kinderkrankenhaus Garrahan in Buenos Aires hat soeben die erste Lieferung von medizinischem Cannabis in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, bereitgestellt. Die argentinischen Gesundheitsbehörden ermöglichen nun den Zugang zu Cannabisderivaten für medizinische, therapeutische und palliative Zwecke. Die erste Lieferung von medizinischem Cannabis für pädiatrische Patienten mit Epilepsie im Nationalen Kinderkrankenhaus von Buenos Aires, Garrahan, wurde endlich ausgeliefert. Die Lieferung war ein lang erwartetes Ergebnis des Gesetzes 27.350. Das Gesetz wurde im Jahr 2017 verabschiedet, aber erst im November letzten Jahres reguliert. Die jungen Patienten des Krankenhauses erhalten nun eine Behandlung mit gereinigtem und hochkonzentriertem Cannabisöl in pharmazeutischer Qualität. Es ist für Patienten mit arzneimittelresistenter Epilepsie gedacht, d. h., wenn eine Person nach zwei Versuchen mit anfallshemmenden Medikamenten nicht anfallsfrei bleibt. Das medizinische Marihuana wird auch zur Behandlung von Patienten mit Anfällen im Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS), dem Dravet-Syndrom (DS) und Epilepsie im Zusammenhang mit Tuberöser Sklerose eingesetzt. LGS und DS sind häufig behandlungsresistent und führen zu kognitiven und verhaltensbezogenen Veränderungen. In über 80 Prozent der Fälle kann Cannabis die Lebensqualität der Patienten nachweislich verbessern. Berichten zufolge reduziert das Medikament auch die Zahl der Anfälle um 60 Prozent. Flaschen mit oraler Cannabislösung wurden an das Nationale Kinderkrankenhaus Garrahan in Buenos Aires, Argentinien, geliefert. Laut Sandra Tirado, der Sekretärin für den Zugang zur Gesundheit, ist dies das erste Mal, dass ein Derivat von national produziertem Cannabis" für Patienten verfügbar ist. Mit der ersten Lieferung der Lösung werden 14 Kinder behandelt. Der Koordinator des Programms für medizinisches Cannabis, Marcelo Morante, erklärte: "Die Qualität eines standardisierten Produkts für eine Krankheit, die die Lebensqualität unserer Familien wirklich beeinträchtigt, begleitet von einem Arzt oder einem Referenzkrankenhaus für refraktäre Epilepsie, ist der Weg, der uns zur Verbesserung dieser behindernden Krankheit führen wird." Das medizinische Cannabis wird nicht nur den Patienten, die unter häufigen, manchmal täglichen und schweren Anfällen leiden, sondern auch deren Familien Trost spenden. Laut dem Chefneurologen des Krankenhauses Garrahan, Roberto Caravallo, führt die neue Behandlung des Krankenhauses "zu einer besseren Lebensqualität für das Kind und seine Familie." Zuvor war Cannabisöl nur für Teilnehmer an Forschungsprotokollen bei refraktärer Epilepsie verfügbar.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur Aktienanalyse

