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KI-Startup Vast plant Börsengang in Hongkong mit Alibaba-Rückendeckung

Das chinesische 3D-KI-Startup Vast, finanziert von Alibaba und Baidu, erwägt laut Bloomberg einen Börsengang in Hongkong.

KI-Startup Vast plant Börsengang in Hongkong mit Alibaba-Rückendeckung

Das chinesische Start-up für künstliche Intelligenz Vast prüft einen Börsengang an der Hongkonger Börse. Dies berichtete Bloomberg News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Unternehmen gehört damit zu den spannendsten KI-Neuzugängen im asiatischen Technologiesektor.

Laut dem Bloomberg-Bericht arbeitet Vast bereits mit zwei renommierten Banken an dem potenziellen Aktienverkauf: der Bank of America sowie der China International Capital Corp (CICC). Die Beratungen dauern demnach noch an, und eine endgültige Entscheidung wurde bislang nicht getroffen.

Hintergrund: Was macht Vast?

Vast wurde im Jahr 2023 von Simon Song gegründet. Song ist ein Gründungsmitglied des Entwicklers von großen Sprachmodellen MiniMax – einem weiteren bekannten Namen in der chinesischen KI-Landschaft. Das Unternehmen hat sich auf einen besonders zukunftsträchtigen Bereich spezialisiert: die KI-gestützte Generierung von 3D-Inhalten.

Das Kernprodukt von Vast ist Tripo Studio, eine KI-Plattform, die es Entwicklern und Kreativschaffenden ermöglicht, dreidimensionale Modelle aus einfachen Text- oder Bildvorgaben zu erstellen. Damit adressiert das Unternehmen einen wachsenden Markt, der von der Gaming-Industrie über Film und Werbung bis hin zur Produktentwicklung reicht. Eine bestehende Partnerschaft mit dem chinesischen Gaming-Riesen NetEase unterstreicht die praktische Relevanz dieser Technologie.

Starke Investorenbasis und Milliardenbewertung

Vast kann auf eine beeindruckende Liste namhafter Geldgeber verweisen. Zu den Investoren zählen Alibaba und Baidu – zwei der größten Technologiekonzerne Chinas – sowie der Wachstumsinvestor Ince Capital. Diese Unterstützung durch etablierte Branchengrößen verleiht dem Start-up erhebliche Glaubwürdigkeit.

Bloomberg berichtete zudem, dass Vast zuletzt fast 200 Millionen US-Dollar eingesammelt hat. Damit erreichte das Unternehmen eine Bewertung von rund einer Milliarde US-Dollar – die Schwelle, die ein Start-up offiziell zum sogenannten „Einhorn" macht. Vast gehört damit zu den neuesten KI-Einhörnern Chinas, einem Kreis, der in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist.

Ein Börsengang in Hongkong würde für Vast den nächsten logischen Schritt darstellen. Die Hongkonger Börse hat sich in den letzten Jahren als bevorzugter Listing-Standort für chinesische Technologieunternehmen etabliert, insbesondere für jene, die internationale Investoren ansprechen möchten, ohne an US-amerikanischen Börsen notiert zu sein. Für deutsche Anleger, die Exposure im chinesischen KI-Sektor suchen, könnte ein möglicher Börsengang von Vast daher von Interesse sein – auch wenn konkrete Details und ein Zeitplan noch ausstehen.

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