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KI-Sorgen lassen Gewerbeimmobilien-Aktien um 25 Prozent abstürzen

CBRE, Jones Lang LaSalle und Cushman & Wakefield verlieren massiv an Wert

KI-Sorgen lassen Gewerbeimmobilien-Aktien um 25 Prozent abstürzen

Die Aktien führender Gewerbeimmobilien-Dienstleister sind innerhalb von nur zwei Tagen um mehr als 25 Prozent eingebrochen. CBRE, Jones Lang LaSalle und Cushman & Wakefield mussten am Mittwoch und Donnerstag massive Kursverluste hinnehmen. Auslöser waren Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell der Branche fundamental verändern könnte.

Anleger fürchten, dass KI-Systeme künftig Research-Aufgaben, Preisanalysen und die Akquise von Deals automatisieren werden. Dies könnte die lukrativen Maklerprovisionen schmälern und den Bedarf an großen Beraterteams deutlich reduzieren. Die Sorge: Was heute noch von teuren Spezialisten erledigt wird, könnte morgen eine Software übernehmen.

Analysten wie Keefe Bruyette & Woods halten die Marktreaktion jedoch für übertrieben. "Das Ausmaß des Marktrückgangs in dieser Woche erscheint unverhältnismäßig im Vergleich zum kurzfristigen Gewinnrisiko", erklärte das Analystenhaus in einem Bericht. Historisch hätten sich ähnliche Befürchtungen über technologiebedingte Jobverluste in der Maklerbranche wiederholt nicht bewahrheitet.

CBRE-Chef beschwichtigt trotz Rekordquartal

Die KI-Debatte überschattete sogar die starken Quartalszahlen von Branchenprimus CBRE. Trotz Rekordumsatz im vierten Quartal und zweistelligem Gewinnwachstum dominierten in der Telefonkonferenz am Donnerstag Fragen zur KI-Bedrohung. Analysten wollten wissen, ob KI die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen wie Gutachten verringern und die Lead-Generierung im Maklergeschäft beeinträchtigen könnte.

CBRE-Chef Bob Sulentic versuchte zu beruhigen und betonte sowohl Risiken als auch Chancen. Er räumte ein, dass Automatisierung Teile der Bewertungs- und Gutachtertätigkeit rationalisieren könnte. Gleichzeitig argumentierte er, dass KI Makler eher unterstützen als ersetzen werde. Das Unternehmen erwarte zudem Kosteneinsparungen im Bereich Research und Datenerfassung.

"Der Kern dessen, was wir tun – das strategische Denken, die Kreativität, die Beziehungen – ist nichts, was die KI in absehbarer Zeit ersetzen wird", erklärte Sulentic. Die menschliche Komponente im Immobiliengeschäft bleibe unverzichtbar, gerade bei komplexen Transaktionen und der Betreuung anspruchsvoller Kunden.

Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Anlegersorgen berechtigt sind oder ob die Branche die KI-Technologie erfolgreich als Effizienzwerkzeug integrieren kann. Für deutsche Investoren, die in US-Gewerbeimmobilien-Dienstleister investiert sind, bleibt die Situation vorerst volatil.

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