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KI löst historisches Erdgasdefizit aus – diese Aktien kaufen

Investor Matthew Smith warnt vor einem „Messerkampf" beim Erdgas – ein historisches Angebotsdefizit droht bis 2028.

KI löst historisches Erdgasdefizit aus – diese Aktien kaufen

Matthew Smith, Gründer und CIO der Investmentgesellschaft Chronometer Partners, schlägt Alarm: Der Erdgasmarkt steuert laut dem Investor auf ein historisches Angebotsdefizit zu. Als treibende Kraft hinter der drohenden Versorgungslücke sieht Smith die rasant wachsende Nachfrage durch Künstliche Intelligenz. Sein Fazit: Anleger sollten sich jetzt positionieren, bevor die Verknappung einsetzt.

Smith bezeichnet Erdgas als eine Anlageklasse, die „alle in den Schlaf gewiegt" hat. Doch spätestens 2028 werde es einen Weckruf geben, so der Investor. Er spricht von einem bevorstehenden „Messerkampf" bei diesem Rohstoff – ein drastisches Bild für die Marktspannungen, die er erwartet.

Erdgaspreise im Gegensatz zu Ölpreisen

Während die Ölpreise in diesem Jahr um rund 50 Prozent gestiegen sind – angetrieben durch den anhaltenden Iran-Krieg, der sich ohne Aussicht auf eine Lösung durch den Sommer zieht –, entwickelt sich Erdgas bislang in die entgegengesetzte Richtung. Die Erdgaspreise sind im Jahr 2026 um 8 Prozent gesunken, nachdem sie sich 2025 kaum bewegt hatten.

Genau diese Schwäche macht den Rohstoff für Smith interessant. Die aktuelle Preisschwäche steht im Widerspruch zu den fundamentalen Entwicklungen, die er für die nahe Zukunft erwartet. Für Anleger, die frühzeitig handeln, könnte sich daraus eine erhebliche Chance ergeben.

Künstliche Intelligenz als Nachfragetreiber

Der Hintergrund für Smiths These ist die explodierende Energienachfrage durch KI-Rechenzentren. Große Sprachmodelle und KI-Anwendungen benötigen enorme Mengen an Strom – und Erdgas spielt als Energieträger für die Stromerzeugung eine zentrale Rolle. Dieser strukturelle Nachfrageanstieg, kombiniert mit einem begrenzten Angebotswachstum, ist das Kernargument hinter Smiths Warnung vor einem Defizit.

Smith äußerte seine Einschätzung im Rahmen des sogenannten „Call des Tages" bei MarketWatch. Als Gründer und CIO von Chronometer Partners verfolgt er einen auf Rohstoffmärkte ausgerichteten Investmentansatz. Seine Warnung richtet sich explizit an Anleger, die sich vor der erwarteten Verknappung in entsprechende Aktien positionieren wollen.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung am Erdgasmarkt von besonderer Relevanz. Deutschland ist nach wie vor stark von Erdgasimporten abhängig und hat nach dem Ende der russischen Gaslieferungen erhebliche Anstrengungen unternommen, seine Versorgungsstruktur umzubauen. Ein globales Angebotsdefizit würde sich unmittelbar auf die Energiepreise und damit auf Industrie und Verbraucher auswirken.

Die Kombination aus geopolitischen Spannungen – wie dem anhaltenden Iran-Konflikt, der die Ölmärkte bereits stark bewegt – und dem strukturellen Nachfrageschub durch KI könnte den Energiemärkten in den kommenden Jahren eine neue Dynamik verleihen. Smith sieht 2028 als das Jahr, in dem diese Entwicklungen kulminieren und der Markt die Versorgungslücke schmerzhaft zu spüren bekommt.

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