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KI-Handel spaltet Wall Street: Gewinner und Verlierer 2025

An der Wall Street entscheidet die richtige KI-Strategie über Millionengewinne oder das Ende des Geschäftsbetriebs.

KI-Handel spaltet Wall Street: Gewinner und Verlierer 2025

Der KI-Handel an der Wall Street hat eine klare Trennlinie zwischen Gewinnern und Verlierern gezogen. Jon Thompson, Technologie-Portfoliomanager beim Hedgefonds Point72, erzielte in den ersten zwei Monaten des Jahres Gewinne in Höhe von Hunderten Millionen US-Dollar. Seine Strategie: Long-Positionen auf KI-Hardware-Unternehmen, Short-Positionen auf Software-Anbieter, die durch künstliche Intelligenz obsolet werden könnten.

Auf der Verliererseite steht RGM Capital. Das auf Aktien spezialisierte Hedgefonds-Unternehmen stellt nach fast 23 Jahren Geschäftstätigkeit seinen Betrieb ein – ein direktes Opfer des sich wandelnden Marktumfelds rund um die KI-Revolution.

Softwareaktien unter Druck

Die Markteuphorie über KI, die die Aktienkurse in den vergangenen drei Jahren auf Rekordhöhen trieb, weicht zunehmend nüchterner Bewertung. Anleger fragen sich nun, welche Unternehmen durch die Technologie am stärksten gefährdet sind. Salesforce und Workday gaben Anfang Februar deutlich nach, nachdem ein Update des KI-Modells Claude von Anthropic die Befürchtung verstärkte, dass ihre Dienste bald ersetzt werden könnten.

Wenige Wochen später verschärfte ein viral gegangenes Memo die Debatte weiter. Das Dokument entwarf ein Szenario, in dem KI ganze Büroberufe verdrängt – und löste damit eine erneute Neubewertung zahlreicher Softwareaktien aus. Gleichzeitig profitieren Hersteller von Speicherchips und anderen KI-Vorprodukten von Engpässen in der Lieferkette und verzeichnen teils kräftige Kursgewinne.

Rekordspanne zwischen Gewinnern und Verlierern

Für erfahrene Stockpicker bietet dieses Umfeld außergewöhnliche Chancen. Die Spanne zwischen den 50 besten und den 50 schlechtesten Aktien im S&P 500 erreichte in den ersten beiden Monaten des Jahres den weitesten Stand seit mindestens 2005 – so Morgan Stanley in einem Bericht an seine Hedgefonds-Kunden.

Der breite Hedgefonds-Index des Analysehauses PivotalPath legte bis Ende Februar um 3,5 Prozent zu. Der S&P 500 notiert zwar weiterhin nahe seinem Rekordhoch, doch unter der Oberfläche tobt ein heftiger Kampf um die Neubewertung einzelner Titel. Für deutsche Anleger zeigt die Entwicklung: Wer im KI-Zeitalter erfolgreich investieren will, muss zwischen Profiteuren der Infrastruktur und potenziell verdrängten Softwareanbietern genau differenzieren.

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