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KI-Crash trifft Hedgefonds: Schwerster Verlust seit einem Jahr

Technologie-Hedgefonds verlieren bis zu 2,78 Prozent an einem Tag durch KI-bedingten Ausverkauf.

KI-Crash trifft Hedgefonds: Schwerster Verlust seit einem Jahr

Große Hedgefonds mit Fokus auf Aktienhandel haben am Mittwoch ihren schlechtesten Handelstag seit fast einem Jahr erlebt. Wie die US-Investmentbank Goldman Sachs in einer Kundenmitteilung berichtete, verloren stark konzentrierte Positionen massiv an Wert, als Technologieaktien unter Druck gerieten. Auslöser war ein neues juristisches KI-Tool, das auf dem Sprachmodell Claude von Anthropic basiert.

Investoren zeigten sich zunehmend besorgt über mögliche Störungen auf dem Arbeitsmarkt durch künstliche Intelligenz. In der Folge schichteten sie Kapital von Technologiewerten in defensive Aktien wie Walmart um. Der Ausverkauf breitete sich weltweit aus und traf besonders jene Hedgefonds, die auf Tech-Werte spezialisiert sind.

Hedgefondsmanager mit Strategien im Bereich Technologie, Telekommunikation und Medien mussten Verluste von bis zu 2,78 Prozent hinnehmen. Dies stellt einen erheblichen Rückschlag dar, da Hedgefonds durchschnittlich monatliche Renditen zwischen ein und zwei Prozent benötigen, um nach Abzug von Gebühren zweistellige Jahresrenditen zu erzielen. Ein solcher Tagesverlust kann die Monatsperformance erheblich beeinträchtigen.

Breite Verluste über alle Strategien

Auch andere Hedgefonds-Strategien blieben nicht verschont. Systematische Aktienhändler verzeichneten Verluste von 0,76 Prozent, während fundamentale Stock-Picker 0,84 Prozent einbüßten. Multi-Strategie-Hedgefonds, die verschiedene Finanzinstrumente unter einem Dach handeln, erlitten in ihren Aktienportfolios einen Rückgang von 1,9 Prozent.

Für Multi-Strategie-Fonds war es der schlechteste Tag seit dem 9. April 2024, als die Märkte unter den weitreichenden Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump litten. Goldman Sachs bezeichnete den Ausverkauf als Momentum-Selloff, bei dem Hedgefonds in überfüllten Positionen gefangen waren.

Konzentrierte Positionen als Risikofaktor

Die Bank erklärte, dass Hedgefonds Gewinne aufgeben mussten, als sie versuchten, konzentrierte Long-Positionen aufzulösen. Der Momentum-Handel, der dem Anstieg oder Fall einer Aktie folgt, unabhängig von Höchst- oder Tiefpunkten, verstärkte die Abwärtsbewegung zusätzlich.

Trotz des deutlichen Rückschlags zeigten sich Multi-Strategie-Fonds im bisherigen Jahresverlauf noch mit einem Plus von 3,9 Prozent. Die Entwicklung verdeutlicht jedoch die Risiken stark konzentrierter Portfolios in volatilen Marktphasen, insbesondere wenn disruptive Technologien wie KI die Anlegerstimmung beeinflussen.

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