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KI-Aktien im Auf und Ab: Asiatische Märkte unter Druck

Volatile KI-Aktien reißen asiatische Börsen mit – KOSPI verliert 4%, Nikkei gibt 1,6% nach. Anleger warten auf US-Jobdaten.

KI-Aktien im Auf und Ab: Asiatische Märkte unter Druck

KI-bezogene Aktien sorgen weiterhin für heftige Schwankungen an den globalen Börsen. Was heute steigt, fällt morgen – dieses Muster prägt derzeit das Handelsgeschehen rund um Künstliche Intelligenz. Der tech-lastige südkoreanische KOSPI verlor am Donnerstag in Asien 4%, nachdem er am Vortag noch um fast 6% zugelegt hatte. Ein klassisches Auf und Ab, das Anleger weltweit in Atem hält.

Auch Japans Nikkei konnte seine Gewinne nicht halten: Nach einem Plus von 3,66% gab der Index um 1,6% nach. Taiwans Leitindex, der zuvor um fast 2,9% gestiegen war, notierte zuletzt nahezu unverändert. Die Bewegungen in Asien folgten damit den Verlusten der US-Pendants, die durch Sorgen über massive KI-Ausgaben ausgelöst wurden.

Auslöser für den erneuten Rücksetzer waren unter anderem Aktien des von Elon Musk geführten KI- und Satellitenunternehmens SpaceX sowie des in den USA börsennotierten Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD). Beide Titel brachen aufgrund wiederkehrender Bedenken über die Nachhaltigkeit der enormen Investitionen im KI-Sektor ein. Für Anleger stellt sich damit erneut die Frage, ob die hohen Bewertungen im KI-Bereich langfristig gerechtfertigt sind.

Geopolitik: Straße von Hormus im Fokus

Neben den KI-Turbulenzen beschäftigt die Märkte auch die geopolitische Lage im Nahen Osten. Reuters berichtete über ein vorgeschlagenes Abkommen zwischen dem Iran und dem Oman, das Teheran die Kontrolle über den einlaufenden Verkehr durch die Straße von Hormus geben könnte – eine entscheidende Route für die weltweite Energieversorgung. Eine unmittelbare Reaktion der USA auf den Vorschlag blieb zunächst aus.

US-Präsident Donald Trump erklärte zwar, ein Abkommen zur Wiedereröffnung der Meerenge stehe unmittelbar bevor. Allerdings haben US-Beamte wiederholt betont, dass sie einer Kontrolle des Zugangs zur Meerenge durch den Iran niemals zustimmen würden. Dieser Widerspruch zwischen politischer Rhetorik und diplomatischer Realität sorgt für Unsicherheit an den Energiemärkten.

Die Ölpreise reagierten verhalten: Brent-Rohöl-Futures stiegen in der asiatischen Handelssitzung um 0,45% auf 79,81 US-Dollar pro Barrel. US-Rohöl kletterte um 0,31% auf 75,45 US-Dollar pro Barrel. Insgesamt bewegten sich die Preise im Bereich von rund 70 US-Dollar pro Barrel, während Anleger auf weitere Entwicklungen in der Region warteten.

US-Arbeitsmarkt und Fed-Zinspfad im Blick

Zusätzlich zur geopolitischen Unsicherheit wägen Händler den voraussichtlichen Zinspfad der US-Notenbank Federal Reserve ab. Im Vorfeld des am Freitag anstehenden, viel beachteten US-Arbeitsmarktberichts – den sogenannten Nonfarm Payrolls – lieferten bereits erste Daten wichtige Hinweise.

Der am Mittwoch veröffentlichte ADP-Bericht zur Beschäftigung im Privatsektor zeigte, dass sich das Stellenwachstum in den USA im Juli gegenüber Juni verlangsamte und die Markterwartungen verfehlte. Eine Umfrage des Institute for Supply Management deutete zwar auf ein solides Wachstum im Dienstleistungssektor hin, verwies jedoch auch auf steigende Inputkosten, die die Inflation auf hohem Niveau halten könnten. Für die Fed bleibt die Lage damit weiterhin komplex.

Für deutsche Anleger ist zudem ein heimischer Datenpunkt relevant: Am Donnerstag werden die Auftragseingänge der deutschen Industrie für den Monat Juni veröffentlicht. Diese Zahlen könnten weitere Hinweise auf die konjunkturelle Lage in Europa liefern und die Stimmung an den hiesigen Märkten beeinflussen.

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