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Kerosinpreise verdoppelt: ADV warnt vor 20 Millionen gestrichenen Flügen

Der Iran-Krieg treibt die Kerosinpreise in die Höhe – mit drastischen Folgen für Flugverbindungen und Ticketpreise in Deutschland.

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Kerosinpreise verdoppelt: ADV warnt vor 20 Millionen gestrichenen Flügen

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) schlägt Alarm: Wegen des Iran-Kriegs und der damit verbundenen Störungen im Öltransport durch die Straße von Hormus sind die Kerosinpreise massiv gestiegen. Der Flugtreibstoff kostet seit mehr als zwei Monaten doppelt so viel wie vor Ausbruch des Konflikts – und eine Entspannung ist laut ADV nicht in Sicht.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel warnte in der „Welt am Sonntag" eindringlich vor den Konsequenzen für den deutschen Luftverkehr. „Auch wenn Kerosin verfügbar ist, werden Airlines viele Flüge zu diesen Preisen nicht wirtschaftlich durchführen können", so Beisel. Bereits jetzt haben einige Fluggesellschaften Verbindungen gestrichen.

Worst Case: Kapazitätseinbruch von zehn Prozent

Besonders betroffen wären laut Beisel Billigflieger und Routen zu touristisch weniger gefragten Zielen. „Es ist zu befürchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere Flüge gestrichen werden", erklärte der ADV-Chef. Einige Destinationen könnten gänzlich aus dem Streckennetz verschwinden, andere würden seltener und zu höheren Preisen angeflogen.

Im schlimmsten Szenario rechnet der Verband mit einem Kapazitätseinbruch von zehn Prozent an einzelnen Flughäfen. Hochgerechnet auf alle deutschen Verkehrsflughäfen wären bis zu 20 Millionen Fluggäste von den Streichungen betroffen. Das beste denkbare Szenario für das Jahr 2026 sei lediglich eine Stagnation bei der Passagierentwicklung – kein Wachstum, kein Aufschwung.

Folgen für Anleger und die Luftfahrtbranche

Für Privatanleger, die in Fluggesellschaften oder Flughafenbetreiber investiert sind, sind diese Entwicklungen von erheblicher Bedeutung. Steigende Treibstoffkosten fressen direkt an den Margen der Airlines, während gleichzeitig die Nachfrage durch höhere Ticketpreise gedämpft werden könnte. Low-Cost-Carrier, deren Geschäftsmodell auf günstigen Betriebskosten basiert, sind dabei besonders verwundbar.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport. Störungen in dieser Region wirken sich unmittelbar auf die globalen Energiemärkte aus – und damit auch auf den Kerosinpreis, der für Airlines einen der größten Kostenfaktoren darstellt. Laut ADV rechnet der Verband auch in den kommenden Monaten nicht mit einer Normalisierung der Preislage.

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