Kenmare Resources erhöht revolvierende Kreditfazilität um 30 Millionen Dollar
Der Bergbaukonzern stockt seine RCF auf 230 Millionen US-Dollar auf und setzt Covenants für 2026 aus.

Kenmare Resources, das in London börsennotierte Bergbauunternehmen, hat eine bedeutende Stärkung seiner Finanzierungsbasis bekannt gegeben. Die revolvierende Kreditfazilität (RCF) des Unternehmens wurde um 30 Millionen US-Dollar auf insgesamt 230 Millionen US-Dollar erhöht. Gleichzeitig wurden zentrale Finanzkennzahl-Covenants für das Jahr 2026 ausgesetzt.
Konkret betrifft die Aussetzung der Covenants das Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA – also dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – sowie den Zinsdeckungsgrad. Diese Anpassungen gelten für die Prüfungstermine im Jahr 2026. Kenmare begründet die Maßnahme mit den aktuell schwachen Marktbedingungen, in denen das Unternehmen zusätzliche finanzielle Flexibilität benötigt.
Unterstützung durch bewährtes Bankenkonsortium
Die zusätzlichen Mittel in Höhe von 30 Millionen US-Dollar wurden von Mitgliedern des bestehenden Bankenkonsortiums bereitgestellt. Zu diesem Konsortium gehören die Absa Bank, die Nedbank, die FirstRand Bank – handelnd durch ihre Sparte Rand Merchant Bank (RMB) – sowie die Standard Bank Group. Alle beteiligten Institute sind langjährige Partner des Unternehmens.
CFO James McCullough äußerte sich positiv zur Vereinbarung: „Die Aufstockung unserer RCF um 30 Millionen US-Dollar sowie die Anpassungen der Covenants verschaffen Kenmare wichtige zusätzliche finanzielle Flexibilität, während wir eine Phase der Marktschwäche durchlaufen. Dies gibt uns die Zuversicht, gezielte Investitionen in Anlagen und Maschinen zu tätigen und die Märkte für unsere Produkte weiterzuentwickeln."
McCullough betonte zudem die Bedeutung der Bankenbeziehungen: „Wir schätzen die anhaltende Unterstützung unserer Bankengruppe, die seit vielen Jahren mit dem Unternehmen zusammenarbeitet und die Qualität, die Größe sowie das Zukunftspotenzial der Moma-Mine anerkennt."
Stufenweise Reduzierung der Fazilität vorgesehen
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Zur AktienanalyseKenmare wies darauf hin, dass die erhöhte Fazilität einer stufenweisen Reduzierung unterliegt. Dies bedeutet, dass bei Bedarf Rückzahlungen oder vorzeitige Tilgungen von Darlehen erforderlich werden können. Das Unternehmen plant dennoch, die gewonnene Flexibilität für gezielte Investitionen in Anlagen und Maschinen zu nutzen sowie die Absatzmärkte für seine Produkte weiterzuentwickeln.
Für Anleger ist die Maßnahme ein Signal, dass Kenmare trotz eines herausfordernden Marktumfelds aktiv an seiner Finanzierungsstruktur arbeitet und die Unterstützung seiner Bankpartner genießt. Die Aussetzung der Covenants für 2026 verschafft dem Unternehmen den nötigen Spielraum, um die aktuelle Schwächephase zu überbrücken, ohne unter Druck zu geraten, kurzfristig bestimmte Finanzkennzahlen erfüllen zu müssen. Die Moma-Mine, auf die sich das Bankenkonsortium ausdrücklich bezieht, bleibt dabei das zentrale Asset des Unternehmens.


