Keller Group steigert Umsatz im ersten Halbjahr um 11 Prozent
Der britische Geotechnik-Spezialist profitiert von Rekordnachfrage in Nordamerika und meldet starke Halbjahreszahlen für 2026.

Die Keller Group, ein britischer Geotechnik-Spezialist, hat im ersten Halbjahr 2026 ein kräftiges Umsatzwachstum von 11% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Der Gesamtumsatz belief sich auf £1,61 Milliarden. Haupttreiber war eine außergewöhnlich starke Nachfrage in Nordamerika.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um beachtliche 22% zu. Dieser Anstieg spiegelt sowohl höhere Gewinne als auch die positiven Effekte des laufenden Aktienrückkaufprogramms wider. Das Betriebsergebnis erreichte £112,5 Millionen, das bereinigte Betriebsergebnis lag bei £117,9 Millionen. Der Vorsteuergewinn belief sich auf £103,3 Millionen.
Nordamerika als Wachstumsmotor
In Nordamerika erzielte Keller nach eigenen Angaben ein Rekordwachstum bei Umsatz und Gewinn. Besonders die hohe Aktivität in den Märkten für Infrastruktur und Rechenzentren sowie eine starke Projektausführung trugen zu diesem Ergebnis bei. Der Boom bei Rechenzentren, der durch den globalen Ausbau digitaler Infrastruktur angetrieben wird, erweist sich damit als bedeutender Wachstumsfaktor für das Unternehmen.
Auch in Europa und im Nahen Osten verbesserte Keller seine Margen und steigerte den Gewinn. Dies gelang primär durch eine bessere Projektausführung sowie durch Gewinnwachstum in der Region Nahost. Das Unternehmen zeigt damit eine breite geografische Stärke, die über den nordamerikanischen Markt hinausgeht.
Aktienrückkäufe und Rekordauftragsbestand
Keller hat ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von £100 Millionen gestartet. Seit März wurden bereits Rückkäufe in Höhe von £35 Millionen abgeschlossen. Solche Programme signalisieren in der Regel, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält und Vertrauen in die künftige Geschäftsentwicklung hat.
Besonders bemerkenswert ist der gemeldete Rekordauftragsbestand von £1,9 Milliarden. Dieser wird durch bedeutende mehrjährige Infrastrukturverträge untermauert. Keller betonte, dass dieser Auftragsbestand den Umsatz in der zweiten Jahreshälfte 2026 und darüber hinaus absichern werde.
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Zur AktienanalyseAusblick auf das Gesamtjahr 2026
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Keller eine Performance, die den zuletzt angehobenen Markterwartungen entsprechen wird. Die aktuellen Konsensprognosen, die das Unternehmen selbst zusammengestellt hat, gehen für 2026 von einem Gesamtumsatz von £3,34 Milliarden aus. Das zugrunde liegende Betriebsergebnis wird dabei auf £242 Millionen geschätzt.
Die Zahlen unterstreichen die starke Marktposition von Keller im globalen Geotechnik-Sektor. Geotechnik umfasst Baugrunduntersuchungen, Fundamentierungen und Bodenverbesserungen – Leistungen, die bei Großprojekten wie Infrastrukturvorhaben und dem Bau von Rechenzentren unverzichtbar sind. Für Anleger bietet der Rekordauftragsbestand in Kombination mit dem laufenden Rückkaufprogramm eine solide Perspektive für die weitere Kursentwicklung.


