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Karin Radström wird CEO von Daimler Truck

Erste Frau an der Spitze des Unternehmens übernimmt zum Oktober

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Karin Radström wird CEO von Daimler Truck

Karin Radström wird die neue CEO von Daimler Truck. Die Entscheidung wurde am Mittwochabend in einer Pflichtmitteilung an die Börse bekannt gegeben. Radström, die seit 2021 Mitglied des Vorstands und für das Geschäft in Europa sowie Lateinamerika verantwortlich ist, wird ihre neue Position ab dem 1. Oktober antreten. Die gebürtige Schwedin tritt die Nachfolge von Martin Daum an, der das Unternehmen erfolgreich an die Börse gebracht und auf Profitabilität getrimmt hat. Daum wird dem Unternehmen bis zum Ende des Jahres als Mitglied des Vorstands erhalten bleiben, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Radström folgt auf Martin Daum, der dem Unternehmen bis Ende des Jahres beratend zur Seite stehen wird. Daum hatte den Weltmarktführer im Bereich der schweren Sattelschlepper geformt und an die Börse gebracht. Die Entscheidung, Radström zur neuen Konzernchefin zu ernennen, wird als bedeutender Schritt in der Unternehmensgeschichte gewertet, da sie die erste Frau in dieser Position bei Daimler Truck ist. Ihre Nachfolge als Geschäftsführerin für Europa und Lateinamerika ist noch nicht geregelt, jedoch wird intern der Bus-Chef Till Oberwörder als möglicher Kandidat gehandelt.

Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender bei Daimler Truck, lobte Radström für ihre Branchenkenntnis und Führungskompetenz. Radström, die auch als Favoritin für die Nachfolge an der Konzernspitze galt, wird neben Belén Garijo von Merck eine der wenigen Frauen sein, die einen der 40 großen Konzerne im deutschen Börsenindex führen. Die 45-jährige Radström, die im Februar 2021 zu Daimler Truck kam, hat sich durch ihre Erfolge und ihre straffe Kostenkontrolle in der Branche einen Namen gemacht.

Unter Radströms Führung musste Daimler Truck mit großen Herausforderungen umgehen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine Profitabilität zu steigern und den Übergang zu elektrischen Lkw voranzutreiben. Allerdings steht Daimler Truck aktuell vor Schwierigkeiten, diese Ziele zu erreichen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sank das Betriebsergebnis um zwölf Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, und die Umsatzrendite fiel in wichtigen Märkten wie Europa. Der Anteil der vollelektrischen Lastwagen an den Gesamtverkäufen liegt bei nur etwa zwei Prozent, während der Dieselmotor weiterhin dominierend bleibt.

Radström, die zuvor als Profisportlerin aktiv war und mehrere schwedische Rudermeisterschaften gewonnen hat, wird vor der Aufgabe stehen, die Profitabilität des Konzerns zu steigern und gleichzeitig die Herausforderungen der elektrischen Transformation zu bewältigen. In ihrer bisherigen Rolle konnte Radström signifikante Kostensenkungen erzielen und das Geschäft in Europa und Lateinamerika sanieren, was durch eine Reihe von Personalabbau- und Produktionsverlagerungsmaßnahmen unterstützt wurde. Trotz dieser Erfolge sieht sich das Unternehmen nun mit steigenden operativen Kosten und höheren Ausgaben für IT und Finanzdienstleistungen konfrontiert, die die Sparanstrengungen von Radström möglicherweise in Frage stellen könnten.

Daimler TruckManagement

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