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Kanadischer Dollar steigt auf 10-Tage-Hoch nach US-Jobdaten

Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten den Greenback – der Loonie profitiert und erreicht den stärksten Stand seit dem 22. Juni.

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Kanadischer Dollar steigt auf 10-Tage-Hoch nach US-Jobdaten

Der kanadische Dollar hat am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar den höchsten Stand seit zehn Tagen erreicht. Der sogenannte Loonie notierte 0,3 % höher bei 1,4175 pro US-Dollar, was einem Gegenwert von 70,55 US-Cent entspricht. Im Tageshoch kletterte der Wechselkurs auf 1,4147 – den stärksten Stand seit dem 22. Juni.

Auslöser für die Bewegung waren schwächere US-Arbeitsmarktdaten, die den Greenback unter Druck setzten. Das Beschäftigungswachstum in den USA verlangsamte sich im Juni, und der Stellenaufbau der beiden vorangegangenen Monate wurde nach unten korrigiert. Die Daten signalisierten einen sich abkühlenden US-Arbeitsmarkt und dämpften die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve.

„Nach zwei Monaten, in denen die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft deutlich über den Erwartungen lagen, haben diese jüngsten Daten dazu beigetragen, das Narrativ einer bevorstehenden Fed-Zinserhöhung und damit auch den Dollar zu schwächen", kommentierte Nick Rees, Leiter der Makroanalyse bei Monex Europe. Der US-Dollar gab in der Folge gegenüber einem Korb wichtiger Währungen nach.

Positive Signale aus Kanadas Wirtschaft

Neben dem externen Druck auf den US-Dollar stützten auch inländische Wirtschaftsdaten den Loonie. Kanadas verarbeitendes Gewerbe wuchs im Juni etwas schneller, da sowohl Produktion als auch Beschäftigung zunahmen. Der S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg von 52,9 im Mai auf 53,0 im Juni. Ein PMI-Wert über 50 signalisiert eine Expansion des Sektors.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt die kanadische Währung durch die Entwicklung am Ölmarkt. Die Ölpreise, ein zentrales kanadisches Exportgut und damit ein wichtiger Faktor für die Stärke des Loonie, schlossen 0,2 % höher bei 68,69 US-Dollar pro Barrel. Kanada zählt zu den größten Ölproduzenten der Welt, weshalb steigende Rohölpreise in der Regel positiv für den kanadischen Dollar sind.

Schwacher Juni bleibt im Gedächtnis

Trotz der aktuellen Erholung steht der Loonie unter dem Eindruck eines schwachen Vormonats. Im Juni verzeichnete die kanadische Währung ein Minus von 2,8 % – der stärkste monatliche Rückgang seit Oktober 2024. Die jüngste Aufwertung ist damit zunächst als Gegenbewegung nach einer ausgeprägten Schwächephase zu werten.

Für deutsche Anleger, die in nordamerikanische Märkte oder rohstoffnahe Anlagen investiert sind, ist die Entwicklung des kanadischen Dollars ein relevanter Indikator. Der Wechselkurs zwischen CAD und USD spiegelt nicht nur die relative Wirtschaftsstärke beider Länder wider, sondern reagiert auch sensibel auf Zinserwartungen und Rohstoffpreise – zwei Faktoren, die derzeit in Bewegung sind.

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