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Kanadischer Dollar nahe Achtwochenhoch – Öl und Jobdaten stützen

Steigende Ölpreise und starke Arbeitsmarktdaten treiben den Loonie auf den höchsten Stand seit Wochen.

Kanadischer Dollar nahe Achtwochenhoch – Öl und Jobdaten stützen

Der Kanadische Dollar hat sich am Montag nahe einem Achtwochenhoch gegenüber dem US-Dollar gehalten. Die Währung, im Volksmund „Loonie" genannt, notierte nahezu unverändert bei 1,3940 CAD pro US-Dollar, was einem Gegenwert von 71,74 US-Cent entspricht. Während der Handelssitzung bewegte sich der Kurs in einer engen Spanne zwischen 1,3927 und 1,3964.

Bereits am Freitag hatte der Kanadische Dollar mit einem Intraday-Tief von 1,3923 seinen stärksten Stand seit dem 10. Juni erreicht. Ausgelöst wurde diese Aufwärtsbewegung durch überraschend positive Arbeitsmarktdaten: Die kanadische Wirtschaft schuf im Juli mehr Arbeitsplätze als von Analysten erwartet worden war. Starke Beschäftigungszahlen gelten als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes und stärken in der Regel die jeweilige Landeswährung.

Ölpreisanstieg als zusätzlicher Rückenwind

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Stärke des Kanadischen Dollars war der deutliche Anstieg der Rohölpreise. Öl zählt zu den wichtigsten kanadischen Exportgütern und hat damit einen direkten Einfluss auf den Wechselkurs des Loonie. Am Montag schlossen die Ölpreise 5,05 Prozent höher bei 82,13 US-Dollar pro Barrel. Der Preisanstieg war auf Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen: Entschädigungsforderungen zwischen dem Iran und den USA verringerten die Aussichten auf eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel.

Trotz der aktuellen Stärke des Loonie zeigt ein Blick auf die Positionierung der Marktteilnehmer ein gemischtes Bild. Spekulanten hatten ihre bärischen Wetten auf den Kanadischen Dollar zuletzt auf den höchsten Stand unter allen wichtigen Währungen erhöht – und zwar in den Wochen, bevor die USA neue Zölle auf kanadische Waren ankündigten. Solche Short-Positionen signalisieren, dass viele institutionelle Anleger mittelfristig mit einer Schwäche des Loonie rechnen.

Handelsstreit zwischen Kanada und den USA im Fokus

Im Hintergrund laufen derweil Gespräche zwischen Ottawa und Washington über ein mögliches Handelsabkommen. Laut einer mit den Verhandlungen vertrauten Quelle könnte Kanada eine Liste von Handelsforderungen der Trump-Administration erfüllen – im Gegenzug würden die USA ihre Drohung zurücknehmen, neue Zölle auf kanadische Waren zu erheben. Der Ausgang dieser Gespräche dürfte für den weiteren Kursverlauf des Kanadischen Dollars von erheblicher Bedeutung sein.

Für deutsche Anleger und Devisenmarktbeobachter ist die Entwicklung des Kanadischen Dollars aus mehreren Gründen relevant. Kanada ist eine der größten Volkswirtschaften der G7 und eng mit den USA verflochten. Schwankungen im CAD/USD-Kurs spiegeln oft breitere Trends in der Rohstoffwelt und im nordamerikanischen Handelsraum wider – Faktoren, die auch globale Portfolios beeinflussen können.

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