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Kanadische Aktien auf Rekordhoch: Shopify und Iran-Deal beflügeln Märkte

Hoffnungen auf ein US-Iran-Friedensabkommen und starke Shopify-Zahlen treiben Kanadas wichtigsten Aktienindex auf ein neues Rekordhoch.

Kanadische Aktien auf Rekordhoch: Shopify und Iran-Deal beflügeln Märkte

Kanadas wichtigster Aktienindex, der S&P/TSX Composite der Toronto Stock Exchange, eröffnete am Mittwoch auf einem Rekordhoch. Um 9:30 Uhr (ET) legte der Index um 1,5% zu – angetrieben von starken Quartalszahlen des E-Commerce-Riesen Shopify und wachsenden Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran.

Bereits am Dienstag hatte der Index ein neues Rekordhoch erreicht, gestützt durch Kursgewinne bei Technologie- und Bergbauaktien. Die positive Dynamik setzte sich am Mittwoch fort und zog auch die US-amerikanischen Leitindizes mit nach oben.

Shopify und Technologiesektor als Kurstreiber

Shopify lieferte eine besser als erwartet ausgefallene Umsatzprognose für das laufende Quartal. Dies signalisiert, dass die massiven Investitionen des Unternehmens in künstliche Intelligenz Früchte tragen und immer mehr Händler für seine E-Commerce-Dienste gewonnen werden. Kanadas Technologiesektor legte insgesamt um beachtliche 7,1% zu, unterstützt durch einen kräftigen Kurssprung bei den Aktien des Elektronikdienstleisters Celestica.

Auch an den US-Börsen herrschte Aufbruchstimmung. Der S&P 500 stieg um 0,7% auf 7.793,31 Punkte, der Dow Jones Industrial Average gewann 0,3% auf 54.266,12 Zähler, und der Nasdaq Composite rückte um 0,4% auf 26.700,88 Punkte vor. Tags zuvor hatte der Nasdaq bereits um 2,6% auf den höchsten Stand seit rund sechs Wochen zugelegt.

Iran-Deal und sinkende Ölpreise stützen die Stimmung

Im Mittelpunkt des Marktgeschehens stand die Erwartung einer baldigen Einigung im Nahostkonflikt. Präsident Donald Trump und andere US-Beamte erklärten, eine Einigung stehe kurz bevor. Das Nachrichtenportal Axios berichtete, ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, dem Oman und dem Iran könnte bereits am Mittwoch bekannt gegeben werden. Iranische Medien meldeten allerdings, Teheran rechne aufgrund anhaltender US-Drohungen mit einer möglichen Verzögerung.

Die Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus ließ die Ölpreise sinken und dämpfte damit die Inflationssorgen. In der Folge schraubten Anleger ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der Zentralbanken zurück: Die Märkte preisen nun bis Jahresende nur noch eine US-Zinserhöhung vollständig ein – verglichen mit zwei Erhöhungen noch in der Vorwoche.

Gold auf Einmonatshoch – AMD und SpaceX unter Druck

Von den sinkenden Zinserwartungen profitierte vor allem Gold. Der Spot-Goldpreis stieg um 3,3% auf 4.211,20 US-Dollar pro Unze, die Gold-Futures kletterten um 2,9% auf 4.270,80 US-Dollar – ein neues Einmonatshoch. Niedrigere Zinsen senken die Opportunitätskosten für das Halten des unverzinsten Edelmetalls. Zusätzlich gab der US-Dollar-Index leicht nach, was in Dollar denominiertes Gold für internationale Käufer attraktiver machte.

Einen Dämpfer erhielt die Technologieeuphorie hingegen durch schwache Ergebnisse bei SpaceX und Advanced Micro Devices (AMD). SpaceX-Aktien fielen vorbörslich um 10%, obwohl das Unternehmen einen höher als erwarteten Umsatz und einen geringeren Quartalsverlust meldete. Analysten bemängelten, dass hohe Ausgaben für KI-Infrastruktur den freien Cashflow belasteten. CEO Elon Musk präsentierte dennoch ehrgeizige Ziele: ein Umsatzziel von 1 Billion US-Dollar bis 2030 sowie Pläne, bereits im nächsten Jahr Rechenzentren in den Orbit zu schicken.

AMD-Aktien brachen vorbörslich um über 8% ein. Ausschlaggebend war eine Ankündigung von Musk, dass SpaceX künftig keine Prozessoren mehr von AMD beziehen werde. Musk erklärte, SpaceX setze „exklusiv" auf den Blackwell-KI-Server von Nvidia, da dies die „beste Architektur" sei – ein herber Rückschlag für AMD, obwohl das Halbleiterunternehmen für das am 27. Juni endende Quartal einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar meldete und damit die Erwartungen der Wall Street leicht übertraf.

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