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Kanada ernennt Janice Charette zur Chefunterhändlerin für USA-Handelsgespräche

Erfahrene Diplomatin soll kanadische Interessen bei CUSMA-Überprüfung im Juli vertreten

Kanada ernennt Janice Charette zur Chefunterhändlerin für USA-Handelsgespräche

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat Janice Charette zur neuen Chefunterhändlerin für den Handel mit den Vereinigten Staaten ernannt. Die erfahrene Beamtin wird als leitende Beraterin sowohl des Premierministers als auch von Dominic LeBlanc fungieren, dem für den kanadisch-amerikanischen Handel zuständigen Minister.

Die Ernennung erfolgt vor dem Hintergrund der anstehenden Überprüfung des Handelsabkommens zwischen Kanada, den USA und Mexiko (CUSMA). Für Kanada steht dabei viel auf dem Spiel: Rund 70 Prozent aller kanadischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Das kontinentale Handelsabkommen schützt einen Großteil dieser Ausfuhren vor US-Zöllen.

Die gemeinsame Überprüfung des Abkommens steht mit Stichtag 1. Juli an. CUSMA, in den USA als USMCA bekannt, ist ein entscheidender Pfeiler der nordamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und hat seit seiner Einführung für Handelssicherheit zwischen den drei Ländern gesorgt.

Vier Jahrzehnte Erfahrung in Diplomatie

"Mit vier Jahrzehnten Erfahrung in der öffentlichen Politik und Diplomatie bringt Janice Charette außergewöhnliche Führungskraft, Fachkompetenz und ein tiefes Engagement für die Förderung der Interessen Kanadas mit", erklärte Premierminister Carney. Als Chefunterhändlerin werde sie die kanadischen Interessen sowie eine gestärkte Handels- und Investitionsbeziehung vorantreiben.

Charette war bereits zweimal als Clerk of the Privy Council und Sekretärin des Kabinetts tätig – die höchste Position im kanadischen öffentlichen Dienst. Diese Erfahrung macht sie zur idealen Besetzung für die bevorstehenden Verhandlungen, bei denen es um die wirtschaftliche Zukunft Kanadas geht.

Die Ernennung signalisiert, dass Kanada die Überprüfung des Handelsabkommens mit höchster Priorität behandelt. Von den Verhandlungen werden sowohl Arbeitnehmer als auch Industrien in Kanada und den USA profitieren, betonte Carney in seiner Stellungnahme.

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