Kaeser plant Wiederwahl als Aufsichtsratschef
Siemens Energy verzeichnet Rekordgewinne und wächst trotz Herausforderungen im Windgeschäft

Siemens Energy, der Energietechnik-Spezialist, hat sich nach einer schwierigen Phase an der Börse stabilisiert und ist mittlerweile das erfolgreichste DAX-Unternehmen. Während der Konzern vor einem Jahr noch mit einem Verlust von 4,6 Milliarden Euro zu kämpfen hatte und um staatliche Garantien bitten musste, hat sich der Aktienkurs seitdem vervielfacht und erreichte kürzlich neue Rekordhöhen. Vor diesem Hintergrund plant der Aufsichtsratschef Joe Kaeser, seine Amtszeit zu verlängern. Laut Informationen aus seinem Umfeld strebt er die Wiederwahl an, um den Konzern in eine profitable Zukunft zu führen, bevor er sein Amt an einen Nachfolger übergibt.
Unter den Investoren gibt es trotz anfänglicher Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung zunehmende Unterstützung für Kaesers Wiederwahl, die bei der Hauptversammlung Anfang nächsten Jahres zur Abstimmung stehen soll. Fondsmanager Arne Rautenberg von Union Investment und die Deka-Fondsgesellschaft haben bereits signalisiert, dass sie eine zweite Amtszeit Kaesers befürworten. Auch im Aufsichtsrat selbst findet Kaeser Rückhalt. Er hat in der Vergangenheit seine Führungsstärke unter Beweis gestellt, insbesondere in der Krise, als er CEO Christian Bruch unterstützte und ihm erlaubte, die Geschäfte zu stabilisieren.
Die aktuelle Situation bei Siemens Energy zeigt, dass die Unternehmensführung einen positiven Kurs eingeschlagen hat. Der Aufsichtsrat hat Bruchs Vertrag vorzeitig bis April 2030 verlängert, da er und sein Team erfolgreich an der Wiederherstellung der konventionellen Geschäfte gearbeitet haben. Trotz der bisherigen Erfolge stehen jedoch noch Herausforderungen an. Insbesondere die Windkraftsparte Gamesa hat über die Jahre hohe Verluste eingefahren, und der Konzern sieht sich noch immer schwierigen Branchenbedingungen gegenüber. Die Aussichten für die Windkrafttochter sind zwar optimistisch, mit einer angestrebten Rückkehr in die Gewinnzone ab 2026, doch bleibt abzuwarten, ob diese Ziele erreicht werden.
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Zur AktienanalyseDie Bundesregierung hatte dem Konzern nach intensiven Diskussionen Garantien über 7,5 Milliarden Euro gewährt, um die nötigen Sicherheiten für laufende Aufträge zu bieten. In den letzten Monaten zeigt sich jedoch ein positiver Trend: Der Kurs der Siemens Energy-Aktie ist gestiegen, und das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn von bis zu einer Milliarde Euro. Analysten äußern sich zunehmend optimistisch, was die Geschäftsaussichten angeht. Trotz dieser positiven Entwicklung warnen Insider jedoch vor übermäßiger Euphorie, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass der Konzern die Anleger nicht immer überzeugen konnte.

