Junge Menschen arbeiten wieder mehr
Studierende und Nichtstudierende steigern ihre Erwerbsbeteiligung seit 2015 deutlich

Junge Menschen in Deutschland arbeiten so viel wie seit den 1990er-Jahren nicht mehr. Besonders auffällig ist der Anstieg der Erwerbsbeteiligung unter Studierenden, die vermehrt Nebenjobs ausüben. Dies geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Studie zeigt, dass die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen zwischen 2015 und 2023 auf 79,5 Prozent gestiegen ist. Damit wächst die Erwerbsbeteiligung junger Menschen seit 2015 überdurchschnittlich stark. Die Ergebnisse basieren auf der Auswertung von Daten des Mikrozensus, der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie der Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes. Berücksichtigt wurden ausschließlich Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Laut der Studie variiert die Erwerbsbeteiligung geringfügig je nach Datenquelle. Betrachtet man lediglich die Daten des Mikrozensus, lag die Erwerbsquote junger Menschen im Jahr 2023 bei rund 76 Prozent. Die IAB-Forscher weisen darauf hin, dass die tatsächliche Erwerbsquote im historischen Vergleich möglicherweise sogar noch höher ist. Bis 1996 wurden auch nicht sofort verfügbare Erwerbslose in die Erwerbsquote einbezogen. Diese Personen werden heute gesondert in der Statistik „Stille Reserve“ geführt, was zu einer niedrigeren erfassten Erwerbsquote führen könnte.
Besonders stark hat die Erwerbsbeteiligung unter Studierenden zugenommen. Im Zeitraum von 2015 bis 2023 stieg die Erwerbsquote dieser Gruppe im Alter zwischen 20 und 24 Jahren um 19,3 Prozentpunkte auf 56 Prozent. Auch bei den Nichtstudierenden der gleichen Altersgruppe ist die Erwerbsbeteiligung gestiegen, wenn auch in geringerem Maße. Hier betrug der Zuwachs im selben Zeitraum 1,6 Prozentpunkte, sodass die Erwerbsquote dieser Gruppe 2023 bei 85,9 Prozent lag.
Die Ergebnisse der Studie widerlegen weit verbreitete Annahmen über die sogenannte Generation Z, die häufig als anspruchsvoll und wenig arbeitsbereit beschrieben wird. Der Forschungsbereichsleiter des IAB, Enzo Weber, betonte, dass das Bild, die Generation Z fordere viel, arbeite aber wenig, nicht der Realität entspreche. Die Zahlen belegten vielmehr, dass junge Menschen derzeit so fleißig seien wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
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Zur AktienanalyseDie Forscher kommen zu dem Schluss, dass die Erwerbsbeteiligung junger Menschen insgesamt deutlich gestiegen ist und dieser Trend in den letzten Jahren besonders durch die zunehmende Arbeitsaufnahme von Studierenden geprägt wurde. Die Entwicklung zeigt sich unabhängig von der Berechnungsmethode und unterstreicht die wachsende Bedeutung von Erwerbstätigkeit in der Lebensrealität junger Menschen.

