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Julia Oetker verlässt die Geschwister Oetker Beteiligungen

Die Brüder führen das Familienunternehmen nun allein weiter und planen moderates Wachstum

Julia Oetker verlässt die Geschwister Oetker Beteiligungen

Julia Oetker hat zum 1. September das Familienunternehmen Geschwister Oetker Beteiligungen KG verlassen. Dies teilte die Unternehmensgruppe am Dienstagvormittag mit. Die Entscheidung wurde von den drei Geschwistern Alfred, Ferdinand und Julia Oetker gemeinsam getroffen. Alfred und Ferdinand Oetker sind nun die alleinigen Gesellschafter der Unternehmensgruppe, die im Jahr 2023 einen Umsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. Seit der Trennung von der Oetker-Gruppe Ende 2021 fungieren die beiden Brüder bereits als Co-Chefs der Gruppe.

Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG umfasst vier größere Geschäftsbereiche: Sekte, Wein und Spirituosen (Henkell Freixenet), Lebensmittel (Martin Braun-Gruppe), Spezialchemie (Budenheim) und Luxushotels (Oetker Hotel Collection). Julia Oetker war nie operativ im Unternehmen tätig und möchte sich nun eigenen unternehmerischen Aktivitäten widmen. Genauere Details über ihre zukünftigen Pläne wurden nicht bekannt gegeben. In einer Erklärung äußerten sich ihre Brüder verständnisvoll und respektvoll gegenüber ihrem Wunsch, einen eigenständigen Weg zu gehen, und wünschten ihr viel Erfolg. Die Trennung erfolgte laut Unternehmensangaben im gegenseitigen Einvernehmen, über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Für das Unternehmen und die 8300 Beschäftigten soll sich durch den Austritt von Julia Oetker nichts ändern. Alfred und Ferdinand Oetker betonten, dass sie den eingeschlagenen Weg der erfolgreichen Unternehmensgruppe konsequent fortsetzen werden. Unterstützt werden sie dabei von Finanzchef Harald Schaub und den Leitern der vier großen Geschäftsbereiche: Andreas Brokemper (Henkell Freixenet), Detlev Krüger (Martin Braun-Gruppe), Stefan Lihl (Budenheim) und Timo Grünert (Oetker Hotel Collection).

Trotz der geopolitischen Herausforderungen sowie der Inflation und Kaufzurückhaltung zeigten sich die Brüder zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr. Das Wachstum war zwar geringer als im Vorjahr, dennoch erreichte die Gruppe eine Eigenkapitalquote von 70 Prozent. Die Sparte der alkoholischen Getränke, insbesondere Henkell Freixenet, der weltweit größte Schaumweinhersteller, trug erheblich zum Umsatz bei. Der Rekordumsatz von Henkell Freixenet im Jahr 2023 war jedoch stark auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Der Schaumweinhersteller steht wie die gesamte Branche vor Herausforderungen durch den Klimawandel.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten die Geschwister Oetker ein moderates Umsatzwachstum für das gesamte Unternehmen und zeigen sich offen für sinnvolle Akquisitionen neben dem organischen Wachstum.

Dr. OetkerManagement

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