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JSW Steel vervierfacht Quartalsgewinn deutlich

Höhere Nachfrage und Investitionen treiben Indiens größten Stahlhersteller an

JSW Steel vervierfacht Quartalsgewinn deutlich

Indiens größter Stahlproduzent JSW Steel hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seinen Gewinn nahezu vervierfacht. Das Unternehmen meldete einen konsolidierten Nettogewinn von 16,23 Milliarden Rupien, verglichen mit 4,39 Milliarden Rupien im Vorjahreszeitraum. Trotz gesunkener Stahlpreise konnte der Konzern seinen Absatz um 20 Prozent steigern. Die starke Nachfrage und eine hohe Auslastung der Produktionskapazitäten in Indien trugen maßgeblich zu dem Ergebnis bei. Die Auslastung in den indischen Werken lag bei 92 Prozent.

JSW Steel, mit Sitz in Mumbai und geführt von dem Industriellen Sajjan Jindal, erwartet für das laufende Quartal eine Erholung der Stahlpreise. Vorstandschef Jayant Acharya erklärte, man rechne im November und Dezember mit steigenden Preisen. Damit deutet sich eine mögliche Stabilisierung auf dem Markt an, der zuletzt unter sinkenden Notierungen gelitten hatte, obwohl die indische Regierung Importzölle auf einige Stahlprodukte eingeführt hatte.

Die Gesamtausgaben des Unternehmens stiegen im Berichtszeitraum um 11,3 Prozent. Besonders die Kosten für Rohmaterialien legten um rund 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Acharya kündigte an, dass die Preise für Kokskohle im laufenden Quartal um etwa drei bis fünf US-Dollar pro Tonne steigen dürften, während die Eisenerzpreise voraussichtlich nachgeben werden. Trotz der höheren Materialkosten konnte JSW Steel seine operative Ertragskraft ausbauen. Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich auf 17,4 Prozent, nach 14,2 Prozent im Vorjahresquartal, blieb jedoch leicht unter dem Wert des vorherigen Quartals von 18,2 Prozent.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine robuste Nachfrage auf dem indischen Markt. Acharya zufolge dürfte der Stahlverbrauch in Indien um 8 bis 9 Prozent wachsen. Gründe dafür seien die anhaltend hohe Bautätigkeit und die umfangreichen Infrastrukturinvestitionen der Regierung. Diese Entwicklung stützt die Industrieproduktion und sorgt für eine stabile Absatzbasis für die Stahlhersteller.

JSW Steel plant zudem umfangreiche Investitionen in den kommenden Jahren. Nach Angaben des Managements beläuft sich das geplante Investitionsvolumen für die zweite Hälfte des laufenden Finanzjahres und die folgenden drei Jahre auf insgesamt 690 Milliarden Rupien. Für das laufende Geschäftsjahr hatte das Unternehmen bereits 200 Milliarden Rupien an Investitionen vorgesehen. Das Investitionsprogramm soll die Produktionskapazitäten erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem internationalen Stahlmarkt sichern.

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