ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

JPMorgan warnt: Iran-Konflikt treibt Ölpreise gefährlich hoch

Die US-Benzinpreise könnten bei zwei Monaten Konfliktdauer über 4,50 Dollar pro Gallone steigen, warnt JPMorgan.

JPMorgan warnt: Iran-Konflikt treibt Ölpreise gefährlich hoch

Die Eskalation im Iran-Konflikt versetzt die Energiemärkte in Alarmbereitschaft. JPMorgan hat nun konkret beziffert, was jeder zusätzliche Monat der Störungen für den globalen Ölpreis bedeuten könnte – und die Zahlen sind alarmierend.

Ein Analystenteam unter der Leitung von Natasha Kaneva, Leiterin der globalen Rohstoffforschung bei JPMorgan, hat in einer Mitteilung vom Donnerstag detaillierte Szenarien für die Preisentwicklung skizziert. Demnach hängt die Entwicklung des Ölpreises maßgeblich davon ab, wie lange die Feindseligkeiten andauern.

Brent-Öl bei 94 Dollar – wenn der Konflikt kurz bleibt

Laut JPMorgan gilt: „Sollte der Konflikt auf einen Monat begrenzt bleiben, dürfte der Preis für die Sorte Brent im Monatsdurchschnitt bei etwa 94 Dollar gedeckelt bleiben." Dieser vergleichsweise moderate Anstieg wäre demnach möglich, weil schwindende globale Lagerbestände durch eine gedämpfte Nachfrage ausgeglichen werden könnten.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei China. Die Volksrepublik hat laut den JPMorgan-Analysten eine „einzigartige Fähigkeit", die Rohölimporte auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau zu halten. Diese gedrosselte Nachfrage aus dem weltgrößten Rohölimportland wirkt als Puffer gegen stärkere Preisausschläge – zumindest kurzfristig.

US-Benzinpreise als Gradmesser für Verbraucher

Besonders brisant ist die Warnung mit Blick auf die US-amerikanischen Benzinpreise. Sollte der Konflikt zwei Monate andauern, könnten die Preise an der Zapfsäule in den USA über 4,50 Dollar pro Gallone klettern. Für europäische und deutsche Anleger ist dies ein wichtiger Indikator: Steigende US-Energiepreise wirken sich erfahrungsgemäß auch auf die globalen Rohstoffmärkte und damit auf die Energiekosten in Europa aus.

Der Iran gehört zu den bedeutenden Ölproduzenten der Welt und ist Mitglied der OPEC. Jede Störung der Ölversorgung aus der Region des Persischen Golfs hat historisch gesehen unmittelbare Auswirkungen auf die Rohölpreise weltweit. Anleger beobachten die Lage daher mit großer Aufmerksamkeit.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Analyse von JPMorgan verdeutlicht, dass die Dauer des Konflikts der entscheidende Faktor für die Preisentwicklung ist. Jeder zusätzliche Monat der Unterbrechung erhöht den Druck auf die globalen Lagerbestände und könnte die dämpfenden Effekte durch schwache Nachfrage zunehmend überwiegen.

Für deutsche Privatanleger, die in Energieaktien, Rohstofffonds oder entsprechende ETFs investiert sind, liefert die JPMorgan-Analyse wichtige Orientierungspunkte:

  • Bei einer Konfliktdauer von einem Monat: Brent-Öl gedeckelt bei rund 94 Dollar
  • Bei zwei Monaten Konfliktdauer: US-Benzinpreise potenziell über 4,50 Dollar pro Gallone
  • Globale Lagerbestände unter Druck, aber durch schwache Nachfrage teilweise ausgeglichen
  • Chinas gedrosselte Rohölimporte wirken kurzfristig als Puffer

Die Entwicklung bleibt eng mit dem geopolitischen Geschehen verknüpft. Anleger sollten die Lage im Nahen Osten und insbesondere mögliche Auswirkungen auf die Schifffahrtsrouten im Persischen Golf im Blick behalten, da diese für die globale Ölversorgung von zentraler Bedeutung sind.

ÖlpreisIran-KonfliktJpmorganBrent-ÖlBenzinpreiseRohstoffmarktEnergiepreiseNatasha Kaneva

Disclaimer