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JPMorgan stuft Hochschild Mining herab – AngloGold bleibt Top-Pick

JPMorgan hat seine Einschätzung zu Goldminenaktien vor der Berichtssaison angepasst. Während AngloGold Ashanti und Fresnillo weiterhin favorisiert werden, erfolgte bei Hochschild Mining eine Herabstufung auf neutral.

JPMorgan stuft Hochschild Mining herab – AngloGold bleibt Top-Pick

JPMorgan hat vor der anstehenden Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 seine Bewertungen für in der EMEA-Region gelistete Goldminenbetreiber aktualisiert. Die US-Investmentbank bekräftigte dabei ihre selektive Haltung im Sektor und nahm deutliche Anpassungen vor.

AngloGold Ashanti bleibt Top-Empfehlung

Das Analysehaus behielt sein "Overweight"-Rating für AngloGold Ashanti bei und bestätigte die Aktie als Top-Empfehlung im EMEA-Goldsektor. Für das vierte Quartal 2025 prognostiziert JPMorgan eine Goldproduktion von 768.000 Unzen und ein EBITDA von rund 2,1 Milliarden US-Dollar, was weitgehend den Konsensschätzungen entspricht. Die Analysten erwarten eine Quartalsdividende von 0,85 US-Dollar je Aktie, was einer vollständigen Ausschüttung des freien Cashflows entspricht.

Die Nettobarmittel zum Jahresende 2025 schätzt JPMorgan auf etwa 300 Millionen US-Dollar und liegt damit über dem Bloomberg-Konsens von rund 200 Millionen US-Dollar. Die annualisierte Dividendenrendite wird auf etwa 3 Prozent beziffert. Das "Overweight"-Rating und die Positive Catalyst Watch bleiben im Vorfeld der Quartalszahlen am 19. Februar bestehen.

Fresnillo profitiert von starker Bilanz

Auch für Fresnillo bekräftigte JPMorgan das "Overweight"-Rating und die Positive Catalyst Watch. Als Hauptargumente nannte die Bank die Bilanzstärke und das Dividendenpotenzial des Unternehmens. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert JPMorgan ein EBITDA von 2,6 Milliarden US-Dollar, was etwa 2 Prozent über dem Bloomberg-Konsens liegt.

Die Analysten erwarten Nettobarmittel in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar, ebenfalls rund 2 Prozent über dem Konsens. Die geschätzte Dividende für 2025 liegt bei 1,28 US-Dollar je Aktie, was 25 Prozent höher wäre als die Konsensschätzung und eine Dividendenrendite von etwa 3 Prozent implizieren würde. Die kürzlich angekündigte Übernahme von Probe Gold für 560 Millionen US-Dollar dürfte nach Einschätzung von JPMorgan die Investitionsausgaben für 2026 bis 2028 nicht wesentlich verändern.

Hochschild Mining auf Negative Catalyst Watch

Im Gegensatz dazu stufte JPMorgan Hochschild Mining von "Overweight" auf "Neutral" herab und setzte die Aktie auf die Negative Catalyst Watch. Als Begründung nannte die Bank erhöhte Risiken bei Prognosen, Kosten und der Projektdurchführung. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert JPMorgan ein EBITDA von 513 Millionen US-Dollar, etwa 2 Prozent unter dem Bloomberg-Konsens.

Besonders kritisch sehen die Analysten die erwartete Nettoverschuldung von 215 Millionen US-Dollar, was rund 30 Prozent über den Konsensschätzungen liegt. Für 2026 rechnet JPMorgan mit einer konsolidierten Silberproduktion von 8,3 Millionen Unzen und einer Goldproduktion von 249.000 Unzen, beides unter dem Konsens.

Höhere Kosten erwartet

Die prognostizierten Gesamtkosten (AISC) von etwa 2.400 US-Dollar pro Unze liegen deutlich über den Konsensschätzungen von rund 2.000 US-Dollar pro Unze. Zusätzlich bestehen Unsicherheiten bezüglich der Projektzeitpläne, einschließlich des Neustarts von Royropata und des Projekts Monte do Carmo. Die Herabstufung erfolgt nach einem starken Kursanstieg der Hochschild-Aktie seit Dezember, was das Chance-Risiko-Verhältnis aus Sicht von JPMorgan verschlechtert hat.

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