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JPMorgan-Bankerin klagt zurück: Vorwürfe haben Leben ruiniert

Lorna Hajdini reichte Gegenklage gegen Ex-Kollegen ein – KI-Memes und Medienberichte machten ihr Leben zum „täglichen Albtraum".

JPMorgan-Bankerin klagt zurück: Vorwürfe haben Leben ruiniert

Die JPMorgan-Investmentbankerin Lorna Hajdini hat am Dienstag Gegenklage gegen ihren ehemaligen Kollegen Chirayu Rana eingereicht. Sie bezeichnet seine Anschuldigungen des sexuellen Übergriffs als frei erfunden und wirft ihm vor, ihr Leben nachhaltig zerstört zu haben. Die Klage richtet sich auf Verleumdung sowie „böswillige Verfolgung".

In der Gegenklage heißt es: „Der Kläger hat vorsätzlich ein anzügliches Narrativ entworfen, das darauf ausgelegt war, eine maximale Medienberichterstattung zu erzielen und maximalen Schmerz zuzufügen; leider war dies trotz der Unwahrheit erfolgreich." Hajdini beschreibt ihren Alltag seit den Anschuldigungen als „täglichen, lebendigen Albtraum". Sie gibt an, durch die Vorwürfe psychischen Schaden erlitten und eine ehrenamtliche Tätigkeit verloren zu haben.

Virale Verbreitung in sozialen Medien

Rana hatte ursprünglich am 27. April unter dem Pseudonym „John Doe" Klage eingereicht. Er behauptete darin, Hajdini habe ihn monatelang sexuell belästigt und angegriffen. Die detaillierten Schilderungen sowie Hajdini zugeschriebene Zitate verbreiteten sich in den sozialen Medien rasant – darunter explizite Aussagen, die ihr angeblich gegenüber Rana zugeschrieben wurden. Zusätzlich kursierten KI-generierte Memes, die die Situation für Hajdini weiter verschlimmerten.

Hajdini behauptet zudem, dass Ranas Vorgehen gegen sie Teil eines „allgemeinen Musters und Schemas" sei, das er bereits bei anderen Arbeitgebern angewandt habe. Konkrete Unternehmen nennt sie dabei nicht. Rana war laut Berichten bei einer Reihe namhafter Wall-Street-Firmen tätig, darunter Morgan Stanley, die Carlyle Group sowie eine Tochtergesellschaft von Apollo Global Management.

Gegenreaktion von Ranas Sprecher

Ein Sprecher von Rana wies die Vorwürfe am Mittwoch entschieden zurück. „Verleumdung setzt voraus, dass die Aussage oder Aussagen falsch sein müssen. Die Wahrheit ist eine absolute Verteidigung. Die Aussagen von Herrn Rana sind wahr. Dies wird vor Gericht bewiesen werden", erklärte der Sprecher in einer schriftlichen Stellungnahme.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken, die mit der rasanten Verbreitung von Anschuldigungen in sozialen Medien verbunden sind – insbesondere wenn KI-generierte Inhalte die Berichterstattung zusätzlich anheizen. Für Betroffene kann die öffentliche Dynamik solcher Fälle weitreichende persönliche und berufliche Konsequenzen haben, noch bevor ein Gericht über die Wahrheit der Vorwürfe entschieden hat. Der Rechtsstreit zwischen Hajdini und Rana dürfte die Wall Street und die Finanzbranche weiter beschäftigen.

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