ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

José Mourinho: Netflix-Dokumentation enthüllt den Menschen hinter dem Trainer

Eine neue dreiteilige Netflix-Doku beleuchtet das Leben von José Mourinho – mit prominenten Wegbegleitern und überraschend offenen Geständnissen.

José Mourinho: Netflix-Dokumentation enthüllt den Menschen hinter dem Trainer

Netflix hat eine neue dreiteilige Dokumentation über José Mourinho veröffentlicht, die das Leben und die Karriere des legendären Fußballtrainers beleuchtet. Unter dem schlichten Titel „Mourinho" zeichnet Regisseur Joe Pearlman den Aufstieg eines der erfolgreichsten Trainer der Fußballgeschichte nach – von seinen Anfängen bis zu seinen jüngsten Stationen. Die Produktion reiht sich nahtlos in Netflixs bewährtes Repertoire hochwertiger Sportdokumentationen ein.

Die Interviewliste liest sich wie ein Who's who des Weltfußballs: Alex Ferguson, Zlatan Ibrahimović, Frank Lampard, John Terry und Iker Casillas kommen zu Wort. Besonders bemerkenswert ist Mourinho selbst, der in ausführlichen Gesprächen mit dem Regisseur Einblicke in seine Karriere gewährt – und dabei unter anderem Friedrich Nietzsche zitiert, was bereits jetzt als einer der meistdiskutierten Momente der Dokumentation gilt.

Eine Karriere voller Titel und Kontroversen

Der Film beginnt mit den Grundlagen von Mourinhos Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2003 startete er beim FC Porto seine beeindruckende Titelserie, die erst 2022 mit dem Gewinn der Europa Conference League mit der AS Rom endete. In dieser Zeit gewann er Meisterschaften in England, Portugal, Spanien und Italien – eine Bilanz, die weltweit nur wenige Trainer vorweisen können.

Besonders in Erinnerung geblieben ist sein Auftritt bei der Vorstellung als Chelsea-Trainer im Jahr 2004, als er sich den englischen Medien als „a special one" präsentierte. In der Dokumentation legt Mourinho Wert auf eine wichtige Nuance: Er habe „ein" Besonderer gesagt, nicht „der" Besondere – auch wenn Letzteres in der kollektiven Erinnerung haften blieb. Regisseur Pearlman kann sich dabei einen spitzbübischen Kommentar nicht verkneifen: Mourinho macht diese Aussage vor einem riesigen Wandgemälde von sich selbst in seinem Heimbüro.

Die Dokumentation beleuchtet auch Mourinhos langjährige Rivalität mit dem FC Barcelona. In den 1990er-Jahren arbeitete er dort als Co-Trainer unter Bobby Robson und später Louis van Gaal. Als der Verein ihn 2008 als Cheftrainer zugunsten von Pep Guardiola ablehnte, vertiefte sich ein Groll, der seine Karriere nachhaltig prägte. Offen spricht er zudem über seine erste Chelsea-Amtszeit, die Spannungen mit dem damaligen Eigentümer Roman Abramowitsch sowie den „schönen Kampf" mit Arsenal-Legende Arsène Wenger.

Mourinho bleibt ein Stück weit ein Rätsel

Weniger gesprächig zeigt sich der Portugiese, wenn es um sein Leben abseits des Fußballplatzes geht. Die Dokumentation eilt durch seine Kindheit in der portugiesischen Küstenstadt Setúbal, wo er aufwuchs und die Karriere seines Vaters als Fußballtrainer verfolgte. Der Mensch Mourinho – jenseits des Trainers – bleibt über weite Strecken schwer greifbar.

Erst in den letzten rund 15 Minuten der Produktion erhalten die Zuschauer ein intimeres Bild seiner Persönlichkeit. Bis dahin dominiert das Bild des Taktikers und Rhetorikers, der über Real Madrid (2010 bis 2013) spricht und die Mannschaft als „verwöhnt" bezeichnet. Im Juni kehrte er für eine zweite Amtszeit zu Real Madrid zurück.

Insgesamt liefert „Mourinho" ein solides und unterhaltsames Porträt, das vor allem Fußballfans begeistern dürfte. Wer einen tieferen Einblick in den Menschen hinter dem Trainer erwartet, wird nur teilweise bedient – doch allein Mourinhos Charisma und Direktheit vor der Kamera machen die Dokumentation sehenswert.

José MourinhoNetflix DokumentationMourinho DokuFußball DokumentationSpecial OneNetflix SportMourinho Netflix

Disclaimer