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Johnson & Johnson will bei Coronaimpfung Marktführer werden

Das Unternehmen will bis zu 100 Mio. Dosen bereitstellen.

Johnson & Johnson will bei Coronaimpfung Marktführer werden

Die US-Regierung hat eine Vereinbarung mit Johnson & Johnson (NYSE: JNJ) unterzeichnet, die vorsieht, dass das Pharmaunternehmen 100 Millionen Dosen seines experimentellen Coronavirus-Impfstoffs liefert. Der Pharmakonzern erhielt dafür 1 Milliarde Dollar. Der Impfstoff des Unternehmens befindet sich noch in der Erprobungsphase und in einem frühen Stadium der Erprobung am Menschen. Johnson & Johnson sagt, dass es damit rechnet, im September mit den Versuchen am Menschen im Spätstadium zu beginnen. Im Rahmen der Vereinbarung haben die USA eine Option auf den Kauf weiterer 200 Millionen Dosen. "Wir bauen die Produktion in den USA und weltweit aus, um einen SARS-CoV-2-Impfstoff für den Notfalleinsatz zu liefern", sagte Dr. Paul Stoffels, Chief Science Officer bei Johnson & Johnson, in einer Erklärung. Auf der ganzen Welt ist die Jagd nach einem COVID-19-Impfstoff zu einer wichtigen Priorität für die Akteure in der Gesundheitsindustrie wie auch für die Regierungen geworden. Bislang gibt es mehrere neuartige COVID-19-Impfstoffe, die sich in verschiedenen Phasen der klinischen Erprobung befinden. Unternehmen auf der ganzen Welt arbeiten mit Regierungen zusammen, um die Anstrengungen bei der Jagd nach dem Impfstoff zu verstärken. Die US-Regierung hat eine Reihe von Pharmaunternehmen finanziert, die über Impfstoffe verfügen, die sich in verschiedenen Phasen der klinischen Erprobung befinden. Als Gegenleistung für die Finanzierung sollen die Unternehmen im Erfolgsfall den Zugang zu dem Medikament ermöglichen. Kürzlich gab die Biotech-Firma Moderna positive Ergebnisse einer kleinen, vorläufigen Studie ihres Coronavirus-Impfstoffs bekannt. Nach der Ankündigung stieg der Aktienkurs des Unternehmens um 30%. Nach der Erhöhung gab das Unternehmen ein Aktienangebot mit dem Ziel heraus, eine Milliarde Dollar zur Finanzierung der Entwicklung des Impfstoffs aufzubringen. Die Verschiebung des Aktienkurses von Moderna ist das jüngste Anzeichen dafür, wie sich die Pandemie und die verzweifelte Jagd nach einem Impfstoff auf die Finanzmärkte auswirken. Andere Unternehmen, die eine Vereinbarung mit der US-Regierung getroffen haben, um einen frühen Zugang zu ihren neuartigen Impfstoffen zu ermöglichen, sind AstraZeneca, Pfizer und BioNTech. Zu den weiteren Abkommen, die die US-Regierung unterzeichnet hat, gehört eine Vereinbarung über 2,1 Milliarden Dollar mit dem französischen Unternehmen Sanofi und dem britischen Unternehmen GlaxoSmithKline über die Lieferung von 100 Millionen Dosen der neuartigen COVID-19-Impfstoffe.

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