Johnson & Johnson steigert Gewinn um 21% trotz Patentverlust
Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson verzeichnet im vierten Quartal einen Nettogewinn von 5,12 Milliarden Dollar. Starke Umsätze mit Krebs- und Autoimmunmedikamenten kompensieren den Verlust des Stelara-Patents.

Johnson & Johnson hat im vierten Quartal 2024 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Der Nettogewinn des Pharma- und Medizintechnikkonzerns kletterte um 20,8 Prozent auf 5,12 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Pro Aktie entspricht dies einem Gewinn von 2,10 Dollar, verglichen mit 1,41 Dollar im Vorjahreszeitraum.
Bereinigt um Sondereffekte wie Rechtsstreitkosten erreichte J&J einen Gewinn von 2,46 Dollar je Aktie. Damit erfüllte der Konzern aus New Brunswick, New Jersey, exakt die durchschnittlichen Analystenerwartungen, die von FactSet ermittelt wurden.
Wachstumsfelder kompensieren Patentverlust
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung angesichts erheblicher Umsatzeinbußen bei einem Schlüsselprodukt. Das Unternehmen verlor 2024 den Patentschutz für Stelara, ein wichtiges Medikament zur Behandlung von Haut- und Darmerkrankungen. Die Einführung kostengünstigerer Biosimilar-Versionen durch Wettbewerber ließ die Stelara-Umsätze im vierten Quartal um fast 48 Prozent einbrechen.
Dennoch konnte J&J diesen Rückgang mehr als ausgleichen. Höhere Erlöse mit Medikamenten gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen trieben das Wachstum voran. Diese Produktgruppen entwickeln sich zunehmend zu den wichtigsten Umsatzsäulen des Konzerns.
Optimistische Jahresprognose trotz Unsicherheiten
Für das laufende Jahr 2025 präsentierte Johnson & Johnson eine Prognose, die über den Erwartungen der Wall Street liegt. Dies gilt trotz möglicher Belastungen durch Zölle und eine kürzlich getroffene Vereinbarung mit der Trump-Administration zur Senkung bestimmter Arzneimittelpreise.
Die positive Geschäftsentwicklung zeigt, dass die strategische Neuausrichtung des Konzerns auf innovative Therapien Früchte trägt. Anleger reagierten verhalten positiv auf die Zahlen – die J&J-Aktie legte leicht zu.
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Zur AktienanalyseBedeutung für Anleger
Die Quartalszahlen unterstreichen die Widerstandsfähigkeit von Johnson & Johnson in einem herausfordernden Marktumfeld. Der erfolgreiche Übergang von auslaufenden Blockbuster-Medikamenten zu neuen Wachstumsprodukten ist für die langfristige Entwicklung entscheidend. Mit einer Marktkapitalisierung von über 350 Milliarden Dollar bleibt J&J einer der größten Gesundheitskonzerne weltweit.

