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Joby Aviation und Toyota gründen Joint Venture für eVTOL-Fertigung

Joby Aviation und Toyota starten gemeinsames Fertigungsunternehmen – die Aktie legte daraufhin um mehr als 3% zu.

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Joby Aviation und Toyota gründen Joint Venture für eVTOL-Fertigung

Die Aktie von Joby Aviation (JOBY) hat am Dienstag deutlich zugelegt. Auslöser war die Bekanntgabe eines neuen Fertigungs-Joint-Ventures mit dem japanischen Automobilkonzern Toyota Motor (TM). Das Papier stieg um mehr als 3% und übertraf damit den Anstieg des S&P 500 von 0,8% deutlich.

Das gemeinsame Unternehmen trägt den Namen Joby Toyota Aero Manufacturing Preparation Company, kurz JTAMPC. Toyota hält daran eine Mehrheitsbeteiligung von 51%, Joby besitzt den verbleibenden Anteil. Beide Unternehmen bezeichnen die Gründung der JTAMPC als „Anfangsphase ihrer strategischen Fertigungsallianz".

Ziel des Joint Ventures ist es, die Grundlagen für die kommerzielle Produktion von Jobys elektrischen senkrechtstartenden und -landenden Flugzeugen zu schaffen. Diese sogenannten eVTOLs (Electric Vertical Take-Off and Landing) bieten Platz für vier Passagiere und einen Piloten und kombinieren Elemente von Flugzeugen und Hubschraubern. Sie sollen zunächst für Flugtaxidienste in Städten wie New York eingesetzt werden.

Jahrelange Partnerschaft vertieft sich

Die Zusammenarbeit zwischen Joby und Toyota reicht bereits mehrere Jahre zurück. Toyota AI Ventures, die Risikokapitalgesellschaft des Konzerns, leitete bereits 2018 eine Finanzierungsrunde für Joby und wiederholte dies 2020 mit einer deutlich größeren Kapitalmaßnahme. Im Jahr 2023 unterzeichneten beide Unternehmen zudem einen langfristigen Liefervertrag, in dessen Rahmen Toyota bestimmte Komponenten für die eVTOLs beisteuert.

Den bislang größten Schritt vollzog Toyota im Jahr 2024 mit einer direkten Investition in Höhe von 500 Millionen US-Dollar in Joby. Durch diese Finanzierungsrunden und die Kapitalspritze ist Toyota mit einem Anteil von rund 13% zum größten institutionellen Einzelinvestor von Joby aufgestiegen.

Die Gründung des Joint Ventures erfolgt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Joby hat bereits das von der US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) erforderliche Luftverkehrsbetreiberzeugnis für den kommerziellen Betrieb in den USA erhalten. Das Unternehmen befindet sich zudem in der Endphase der Erlangung der verbleibenden zwei obligatorischen Zertifikate – für den Flugzeugtyp und die Produktion. Ein ähnlicher Status besteht in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Testflüge in New York als weiterer Meilenstein

Erst etwas mehr als zwei Monate vor der Bekanntgabe des Joint Ventures hatte Joby eine Reihe von Testflügen in seinem angestrebten US-Leitmarkt New York City durchgeführt. Das Vorzeigemodell S4 absolvierte dabei mehrere Flüge zwischen dem Flughafen JFK in Queens und verschiedenen Hubschrauberlandeplätzen in Downtown Manhattan. Diese Tests brachten das Unternehmen der endgültigen FAA-Genehmigung für den vollen kommerziellen Betrieb einen wichtigen Schritt näher.

Das wachsende Engagement von Toyota sendet ein starkes Signal an den Markt: Der japanische Automobilriese glaubt offenbar fest an das Potenzial von Joby und unterstützt das amerikanische Unternehmen aktiv dabei, dieses zu realisieren. Für Anleger, die die Entwicklung des eVTOL-Marktes verfolgen, bleibt Joby Aviation damit einer der spannendsten Akteure in diesem aufstrebenden Sektor.

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