Jobkündigungen in Rekordtempo
Spitzenwert von 4,5 Millionen bis November

Die Zahlen: Die Zahl der Amerikaner, die ihren Arbeitsplatz kündigen, stieg im November um 370.000 auf einen Rekordwert von 4,5 Millionen. Die Kündigungsquote stieg von 2,8 % im Oktober auf 3 %. Auch dies entspricht einem früheren Rekordhoch.
Gleichzeitig sank die Zahl der offenen Stellen am letzten Tag des Novembers um 529.000 auf 10,6 Millionen, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte.
Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf 11,1 Millionen offene Stellen prognostiziert.
Wichtige Details: Der Bericht zeigt auch, dass die Zahl der Entlassungen um 19.000 auf 1,37 Millionen leicht gestiegen ist. Die Entlassungsrate lag den vierten Monat in Folge bei 0,9 %.
Die Zahl der Neueinstellungen stieg im November um 191.000 auf 6,7 Millionen. Die Einstellungsquote stieg auf 4,5 % gegenüber 4,4 % im Vormonat.
Das große Bild: Die Tatsache, dass Arbeitnehmer ihre Stelle kündigen können, um eine bessere Stelle anzunehmen, ist nach Ansicht von Wirtschaftswissenschaftlern ein Zeichen für eine gesunde Wirtschaft. Aber nichts ist einfach. Einige Analysten befürchten, dass eine hohe Kündigungsrate zu einer höheren Lohninflation führen und die Fed veranlassen könnte, auf die Bremse zu treten, um die Wirtschaft abzukühlen.
Experten stellten fest, dass sich der starke Anstieg der Kündigungen auf die Niedriglohnsektoren konzentrierte. Das könnte die Inflationssorgen abschwächen.
Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell sagte letzten Monat, dass die JOLTS-Daten für sein Team bei der Festlegung der Zinspolitik wichtig sind.
Die JOLTS-Daten werden normalerweise nach dem Beschäftigungsbericht der Regierung veröffentlicht, aber in diesem Monat werden die Daten am Freitag veröffentlicht. Ökonomen erwarten, dass im letzten Monat 422.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden und die Arbeitslosenquote von 4,2 % auf 4,1 % sinken wird. Die Gesundheit des Arbeitsmarktes wird der Schlüssel für den Zeitpunkt etwaiger Zinserhöhungen der Fed sein.
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Zur AktienanalyseDie Anleger sehen nun eine mehr als 50%ige Chance, dass die Fed die Zinsen im März anhebt.
Was sagen sie dazu? "Die Kündigungsrate im privaten Sektor hat mit 3,4 % ein Allzeithoch erreicht. Ob sich diese Bedingungen bis 2022 fortsetzen, ist eine der wichtigsten Fragen für das kommende Jahr", so Nick Bunker, Forschungsdirektor bei Indeed Hiring Lab.
Marktreaktion: Die Aktienmärkte (DJIA, -1,07%, SPX, -1,94%) legten bei der Eröffnung am Dienstag zu und setzten damit die positive Stimmung des starken Starts ins Börsenjahr fort.


