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J&J-Talkpuder-Prozess: Experten-Aussagen zu Krebsrisiko zugelassen

In einem bedeutenden Zwischenerfolg für über 67.500 Klägerinnen hat eine Sonderbeauftragte empfohlen, Expertengutachten zum Zusammenhang zwischen Johnson & Johnson-Talkprodukten und Eierstockkrebs vor Gericht zuzulassen.

J&J-Talkpuder-Prozess: Experten-Aussagen zu Krebsrisiko zugelassen

Ein gerichtlich bestellter Sonderbeauftragter hat am Dienstag eine wegweisende Empfehlung im Rechtsstreit um Johnson & Johnson-Talkprodukte ausgesprochen. Die pensionierte US-Bezirksrichterin Freda Wolfson befürwortet die Zulassung von Expertengutachten, die einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Babypuder des Konzerns und Eierstockkrebs belegen sollen.

Über 67.500 Klagen vor Bundesgericht

Die Empfehlung betrifft einen umfangreichen Rechtsstreit vor dem Bundesgericht in New Jersey, in dem mehr als 67.500 Klagen gebündelt sind. Tausende Frauen werfen dem Pharma- und Konsumgüterkonzern vor, dass dessen Babypuder und andere talkhaltige Produkte Eierstockkrebs verursacht haben sollen.

Die Entscheidung der Sonderbeauftragten ebnet den Weg für die erste Verhandlung vor einem Bundesgericht, die möglicherweise noch in diesem Jahr stattfinden könnte. Für die Klägerinnen stellt dies einen wichtigen Etappensieg dar, da Expertengutachten häufig entscheidend für den Ausgang solcher Produkthaftungsprozesse sind.

Langwieriger Rechtsstreit

Johnson & Johnson sieht sich seit Jahren mit Vorwürfen konfrontiert, dass seine Talkprodukte gesundheitsschädlich sein könnten. Der Konzern hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und betont, dass die Produkte sicher seien. Die aktuelle Empfehlung ist jedoch nicht bindend – das zuständige Gericht muss noch final über die Zulassung der Expertengutachten entscheiden.

Für deutsche Anleger ist der Fall von Bedeutung, da Johnson & Johnson zu den weltweit größten Gesundheitskonzernen zählt. Der Ausgang der Verfahren könnte erhebliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen haben und die Aktienkursentwicklung beeinflussen.

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