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J&J reduziert Milliarden-Schadenersatz nach Robotik-Übernahme

Johnson & Johnson erzielt Teilerfolg vor Gericht: Der Oberste Gerichtshof von Delaware reduziert eine Schadenersatzzahlung von einer Milliarde Dollar im Streit um die Auris-Health-Übernahme.

J&J reduziert Milliarden-Schadenersatz nach Robotik-Übernahme

Johnson & Johnson hat vor dem höchsten Gericht in Delaware einen wichtigen Teilerfolg errungen. Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates hob am Montag Teile einer Schadenersatzzahlung in Höhe von einer Milliarde Dollar auf, die im Zusammenhang mit der Übernahme des Robotik-Herstellers Auris Health im Jahr 2019 verhängt worden war.

Streit um Meilensteinzahlungen

Die ehemaligen Auris-Aktionäre hatten Johnson & Johnson vorgeworfen, die iPlatform-Technologie nicht ausreichend gefördert und zu langsam bei der Einholung behördlicher Genehmigungen gehandelt zu haben. Die Kläger, vertreten durch Fortis Advisors, warfen dem Pharma- und Medizintechnikkonzern vor, Auris betrügerisch dazu gebracht zu haben, meilensteinabhängige Zahlungen statt einer höheren Vorabzahlung zu akzeptieren. Die Transaktion hatte Auris mit 3,4 Milliarden Dollar bewertet.

Gericht korrigiert Urteil teilweise

In ihrer 87-seitigen Entscheidung wies Richterin Abigail LeGrow die Feststellung eines vorherigen Richters zurück, wonach J&J verpflichtet gewesen wäre, bis Ende 2021 die Genehmigung für ein iPlatform-Produkt für abdominale Eingriffe zu erwirken. Das Gericht bestätigte jedoch die meisten anderen Feststellungen von Vizekanzlerin Lori Will. Die Schadenersatzsumme, die im September 2024 zugesprochen wurde, muss nun neu berechnet werden und könnte nach Berücksichtigung der Zinsen um mehrere hundert Millionen Dollar sinken.

Positionen beider Parteien

Johnson & Johnson äußerte sich zunächst nicht zu der Entscheidung. Philippe Selendy, Anwalt von Fortis Advisors, kommentierte hingegen, die Entscheidung zeige, dass Johnson & Johnson "die Fusionsvereinbarung auf unentschuldbare Weise verletzt und der Welt den transformativen und lebensrettenden Operationsroboter von Auris vorenthalten hat". Zudem verwies er auf die separate Feststellung des Betrugs von J&J gegenüber Auris.

Der Fall verdeutlicht die Komplexität von Übernahmen im Medizintechniksektor, bei denen häufig leistungsabhängige Zahlungsstrukturen vereinbart werden. Für Anleger bleibt abzuwarten, wie sich die endgültige Schadenersatzhöhe auf die Bilanz des in New Brunswick, New Jersey, ansässigen Konzerns auswirken wird.

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