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Jindal Steel: Quartalsgewinn bricht um 90 Prozent ein

Indischer Stahlkonzern leidet unter fallenden Preisen und explodierenden Rohstoffkosten im vierten Quartal 2025.

Jindal Steel: Quartalsgewinn bricht um 90 Prozent ein

Der indische Stahlhersteller Jindal Steel & Power hat einen dramatischen Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal verzeichnet. Der konsolidierte Nettogewinn nach Steuern sackte im Jahresvergleich auf 1,90 Milliarden Rupien (20,67 Millionen US-Dollar) ab – ein Rückgang von rund 90 Prozent. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen nachgebende Stahlpreise und stark gestiegene Inputkosten.

Besonders die Materialkosten machten Jindal Steel zu schaffen: Sie schnellten um 43 Prozent in die Höhe und trieben die Gesamtkosten des Konzerns auf 126,38 Milliarden Rupien – ein Plus von 19,5 Prozent. Trotz dieser Belastungen konnte das Unternehmen seinen Gesamtumsatz aus dem operativen Geschäft um etwa 11 Prozent auf 130,27 Milliarden Rupien steigern. Die höheren Erlöse konnten jedoch die explodierende Kostenseite nicht ausgleichen.

Die Schwäche bei den Stahlpreisen zog sich über mehrere Monate hin. Laut Analysten von HDFC Securities waren die Preise im Oktober und November besonders unter Druck. Erst im Dezember begann eine Erholung, nachdem die indische Regierung ihre Schutzzölle verlängert hatte. Diese Maßnahme stärkte die Binnennachfrage und bremste gleichzeitig die Importe.

Regierung verlängert Schutzzölle

Im April 2025 hatte die Regierung einen temporären Zoll von 12 Prozent für 200 Tage eingeführt. Die kurze Laufzeit sorgte jedoch für Unsicherheit bei Investoren. Die nun beschlossene Verlängerung auf drei Jahre bietet den heimischen Stahlproduzenten langfristigen Schutz vor ausländischer Konkurrenz. Branchenexperten werten dies als positives Signal für die indische Stahlindustrie.

Zusätzlich belasteten stark gestiegene Preise für Kokskohle die Gewinnmargen. Kokskohle ist ein unverzichtbarer Rohstoff in der Stahlerzeugung und macht einen erheblichen Teil der Produktionskosten aus. Die globalen Preise für diesen Rohstoff hatten sich im vergangenen Jahr deutlich verteuert und drückten die Profitabilität der Stahlhersteller weltweit.

Ausblick bleibt verhalten

Die Kombination aus schwachen Verkaufspreisen und hohen Rohstoffkosten dürfte die indische Stahlindustrie auch in den kommenden Monaten belasten. Analysten erwarten jedoch eine allmähliche Verbesserung, da die Schutzzölle greifen und die Nachfrage anzieht. Für Jindal Steel wird entscheidend sein, wie schnell sich die Stahlpreise erholen und ob die Kokskohlepreise auf dem Weltmarkt nachgeben.

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