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Jindal Stainless steigert Quartalsgewinn um ein Drittel

Starke Binnennachfrage und Infrastrukturprojekte treiben indische Edelstahlproduktion

Jindal Stainless steigert Quartalsgewinn um ein Drittel

Indiens größter Edelstahlhersteller Jindal Stainless hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Der Konzern, der zur O.P.-Jindal-Gruppe gehört, meldete für den Zeitraum bis 30. September einen um 32,6 Prozent höheren konsolidierten Nettogewinn von 8,08 Milliarden Rupien, verglichen mit 6,09 Milliarden Rupien im Vorjahr. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um 11,4 Prozent auf 108,93 Milliarden Rupien.

Das Ergebnis wurde durch eine robuste Binnennachfrage gestützt. Vor allem die starke industrielle Aktivität, laufende Infrastrukturprojekte sowie stabile staatliche Investitionen sorgten für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Edelstahl in den Bereichen Transport, Bauwesen und Haushaltsgeräte. Die positive Marktdynamik trug dazu bei, dass Jindal Stainless im Inland höhere Absatzmengen verzeichnen konnte.

Das Unternehmen hatte bereits im August darauf hingewiesen, dass sich die von der indischen Regierung geplante Anti-Dumping-Untersuchung zu preisgünstigen Edelstahlimporten verzögert habe. Grund dafür waren handelspolitische Unsicherheiten infolge der US-Zölle auf indische Waren. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Jindal Stainless von möglichen Anti-Dumping-Maßnahmen auf kaltgewalzte Edelstahlflacherzeugnisse aus China, Indonesien und Vietnam besonders profitieren könnte.

Im Branchenvergleich liegt Jindal Stainless mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,17 und einem EV/EBITDA-Wert von 10,91 im soliden Mittelfeld. Analysten zeigen sich überwiegend optimistisch und bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Kaufen“. Zwölf Analysten sehen das Kursziel knapp unter dem aktuellen Börsenwert, was auf eine stabile bis leicht positive Markterwartung schließen lässt.

Im gleichen Zeitraum zeigten sich auch die anderen großen indischen Stahlunternehmen mit unterschiedlichen Entwicklungen: Während Tata Steel und JSW Steel teils deutliche Gewinnsteigerungen meldeten, blieb die Steel Authority of India auf moderatem Wachstumskurs. Die gesamte Branche profitierte von einer verbesserten Konjunktur und einem anhaltend hohen Investitionsniveau im verarbeitenden Gewerbe.

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