Jindal Stainless steigert Quartalsgewinn um 27% dank Zöllen
Der indische Edelstahlhersteller Jindal Stainless hat seinen Quartalsgewinn deutlich gesteigert. Schutzzölle gegen chinesische Importe und höhere Absatzmengen treiben die Entwicklung.

Jindal Stainless, Teil der O. P. Jindal Group, hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres einen konsolidierten Gewinn nach Steuern von 8,28 Milliarden Rupien (90,3 Millionen US-Dollar) erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 6,54 Milliarden Rupien. Der Nettoumsatz legte um 6,2 Prozent auf 105,18 Milliarden Rupien zu.
Absatzmengen steigen zweistellig
Das Absatzvolumen des Unternehmens wuchs im Berichtszeitraum um 10,6 Prozent auf 649.857 Tonnen. Diese deutliche Mengensteigerung trug wesentlich dazu bei, die Gewinnmargen des Edelstahlproduzenten zu stabilisieren und auszubauen.
Schutzzölle stärken heimische Stahlbranche
Eine wichtige Rolle für die positive Geschäftsentwicklung spielen neue Importzölle der indischen Regierung. Im vergangenen Monat verhängte die Regierung einen dreijährigen Schutzzoll auf ausgewählte Stahlprodukte, um Lieferungen aus China einzudämmen. Diese Maßnahme folgt auf einen temporären Zoll von 12 Prozent für 200 Tage, der im April eingeführt wurde.
"Während die kürzere Dauer zu Investorenunsicherheit führte, bietet das neue Dreijahresfenster langfristigen Schutz für lokale Akteure", erklärte Sunny Agrawal, Leiter der fundamentalen Aktienanalyse bei SBICAPS Securities, gegenüber Reuters.
Analysten sehen positive Perspektiven
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Zur AktienanalyseAnalysten von Centrum erwarten, dass die Erholung der Stahlpreise seit Dezember, gestützt durch die Schutzzölle, den Sektor kurzfristig weiter unterstützen wird. Die längerfristige Planungssicherheit durch die dreijährige Laufzeit der Zölle dürfte insbesondere heimischen Produzenten wie Jindal Stainless zugutekommen.
Die indische Stahlbranche profitiert damit von politischen Maßnahmen gegen Billigimporte, während gleichzeitig die heimische Nachfrage das Mengenwachstum antreibt. Für deutsche Investoren, die in asiatische Rohstoffmärkte investieren, zeigt sich hier das wachsende Selbstbewusstsein indischer Industriepolitik im Wettbewerb mit China.


