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Jimmy Kimmel trotzt Trump trotz FCC-Prüfung der ABC-Lizenzen

Der Late-Night-Moderator bekräftigt seine Trump-Kritik, während die US-Medienbehörde Disney-Lizenzen unter die Lupe nimmt.

Jimmy Kimmel hat am Dienstag in seiner Show „Jimmy Kimmel Live!" erneut Präsident Donald Trump verspottet – nur einen Tag nachdem Trump öffentlich seine Entlassung gefordert hatte. Der Late-Night-Moderator zeigte in seinem Monolog einen Ausschnitt, in dem sich Trump bei First Lady Melania Trump dafür entschuldigte, die 63-jährige Ehedauer seiner Eltern wahrscheinlich nicht erreichen zu werden.

„Moment mal, hat er gerade einen Witz über seinen Tod gemacht?", kommentierte Kimmel den Clip. „Nur Donald Trump würde fordern, dass ich gefeuert werde, weil ich einen Witz über sein Alter mache, um dann einen Tag später selbst einen Witz über sein eigenes Alter zu reißen." Die Aussage verdeutlicht den eskalierenden Schlagabtausch zwischen dem Moderator und dem US-Präsidenten.

Der Auslöser des Streits liegt in Kimmels Sendung vom 23. April. Damals präsentierte er eine parodierte Rede zum Korrespondentendinner im Weißen Haus, in der er scherzte, die First Lady habe „ein Strahlen wie eine werdende Witwe". Trump reagierte darauf am Montag mit der öffentlichen Forderung, Kimmel zu entlassen. „Jimmy Kimmel Live!" wird vom Disney-Sender ABC ausgestrahlt.

FCC leitet vorzeitige Lizenzprüfung bei Disney ein

Ausgerechnet am selben Tag, an dem Kimmel seinen Konter sendete, leitete der Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC), Brendan Carr, eine vorzeitige Überprüfung der Fernsehlizenzen von Disney ein. Die FCC ist die US-amerikanische Bundesbehörde, die für die Regulierung von Rundfunk und Telekommunikation zuständig ist – vergleichbar mit der deutschen Bundesnetzagentur im Medienbereich.

Die vorzeitige Lizenzprüfung ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die FCC bereits im vergangenen März eingeleitet hatte. Gegenstand dieser Untersuchung sind die Diversitäts-, Gleichstellungs- und Inklusionsinitiativen von Disney. Solche DEI-Programme stehen seit dem Amtsantritt von Präsident Trump verstärkt im politischen Fokus der republikanischen Regierung.

Der Zeitpunkt der FCC-Korrespondenz so kurz nach Kimmels jüngstem Streit mit der Regierung sei „zufällig", sagte eine mit den Plänen der FCC vertraute Person. Diese Einschätzung nährt Spekulationen über einen möglichen politischen Zusammenhang zwischen Trumps öffentlichem Druck auf Kimmel und dem behördlichen Vorgehen gegen den Mutterkonzern Disney.

Politischer Druck auf unabhängige Medien

Der Fall Kimmel steht exemplarisch für eine breitere Debatte in den USA über den Einfluss der Regierung auf Medienunternehmen. Fernsehlizenzen in den Vereinigten Staaten werden von der FCC vergeben und können im Extremfall entzogen werden – ein Instrument, das Kritiker als potenzielles Druckmittel gegenüber kritischen Medien sehen.

Für deutsche Anleger, die in Disney-Aktien investiert sind, ist die Situation beobachtenswert: Regulatorischer Druck auf den Konzern könnte langfristig Auswirkungen auf das Geschäft des Medien- und Unterhaltungsriesen haben. Disney betreibt neben ABC zahlreiche weitere Sender und Streaming-Dienste weltweit, darunter Disney+.

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