Jim Cramers Marktausblick: Die 10 wichtigsten Aktien-Themen am Donnerstag
Von Anthropic-IPO bis Cisco-Enttäuschung: Jim Cramer beleuchtet die entscheidenden Marktbewegungen und Analysteneinschätzungen für den 13. August.

Der bekannte CNBC-Moderator und Börsenstratege Jim Cramer hat seine zehn wichtigsten Marktbeobachtungen für Donnerstag, den 13. August veröffentlicht. Die Themen reichen von Inflationsdaten über spektakuläre IPO-Spekulationen bis hin zu Analysteneinschätzungen für Technologie- und Konsumwerte.
Der Erzeugerpreisindex (PPI) für Juli fiel größtenteils niedriger aus als erwartet – ein Tag nachdem der Verbraucherpreisindex (CPI) die Erwartungen erfüllt hatte. Die Markterwartungen für die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve im September haben sich kaum verändert. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen unverändert bleiben, liegt laut Cramer bei rund 64 Prozent. Die S&P-Futures tendierten am Morgen leicht fester.
Anthropic peilt Billionen-Bewertung an
Für Aufsehen sorgt die Nachricht rund um das KI-Labor Anthropic: Investoren erwarten laut einem Bericht der Financial Times, dass das Unternehmen bei einem möglichen Börsengang (IPO) in diesem Herbst eine Bewertung von mindestens 2 Billionen US-Dollar anstreben wird. Damit würde Anthropic sogar die Bewertung von SpaceX in Höhe von 1,77 Billionen US-Dollar bei dessen rekordverdächtigem Börsengang im Juni übertreffen. Cramer kommentiert, dass eine solche Bewertung nicht abwegig sei, sofern die Finanzkennzahlen dies rechtfertigten.
Weniger erfreulich verlief der Handelstag für Cisco. Das Netzwerkunternehmen meldete zwar ein starkes Quartal, gab jedoch eine Umsatzprognose für den KI-Bereich ab, die weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Aktie verlor daraufhin vorbörslich rund 6 Prozent. Zusätzlich bestehen Bedenken hinsichtlich der Bruttomargen – insbesondere die Frage, ob ein Großteil des Wachstums aus weniger profitabler KI-Hardware stammt.
JPMorgan setzt auf Salesforce und Oracle
JPMorgan hat gleich zwei Technologieriesen mit einer Kaufempfehlung versehen. Bei Salesforce (CRM) erwarten die Analysten eine Beschleunigung des Kerngeschäfts in den kommenden Quartalen und sehen das Risiko einer KI-Disruption als begrenzt an. Cramer verweist auf die bevorstehende Dreamforce-Konferenz im September als wichtigen Katalysator. Die Aktie hat bereits mehrere gute Wochen in Folge verzeichnet.
Auch Oracle wurde vom selben JPMorgan-Analystenteam wieder mit „Buy" eingestuft. Nach einem massiven Kursrückgang von Anfang Juni bis Ende Juli hat Oracle begonnen, sich zu erholen. Die Analysten argumentieren, dass der schnelle Ausbau der KI-Infrastruktur Oracle die Möglichkeit gebe, mit den großen Cloud-Anbietern Microsoft, Amazon und Google zu konkurrieren. Der aktuelle Bewertungsabschlag impliziere erhebliches Aufwärtspotenzial.
Cerebras enttäuscht – Nvidia profitiert
Deutliche Verluste verzeichnete der KI-Chiphersteller Cerebras, der am Morgen um 15 Prozent abstürzte. Der erst kürzlich an der Börse notierte Nvidia-Herausforderer meldete enttäuschende Quartalsumsätze. Mizuho senkte das Kursziel für Cerebras von 310 auf 300 US-Dollar, Citi passte das Ziel von 340 auf 320 US-Dollar an – beide behielten jedoch ihre Kaufempfehlungen bei. Für Cramer festigen diese Zahlen den Status von Nvidia als unangefochtenen Marktführer im KI-Chip-Segment.
Im Restaurantsektor hob KeyBanc das Kursziel für Brinker International – Eigentümer der Chili's-Kette – von 204 auf 275 US-Dollar an. Hintergrund ist eine starke Prognose des Unternehmens sowie ermutigende Umsatztrends im laufenden Quartal. Cramer zeigt sich auch von der konkurrierenden Kette Texas Roadhouse überzeugt und begründet dies damit, dass beide Konzepte Gästen eine gute Mahlzeit zu einem fairen Preis bieten.
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Zur AktienanalyseTapestry enttäuscht, Abbott erhält Rückenwind
Der Luxusgüterkonzern Tapestry übertraf zwar die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz, enttäuschte jedoch mit seiner Gewinnprognose für 2027. Die Marke Coach legte währungsbereinigt um 14 Prozent zu, während Kate Spade mit einem Umsatzrückgang von 7 Prozent erneut belastete. Die Aktie verlor vorbörslich fast 9 Prozent. Cramers bevorzugter Luxuswert bleibt derzeit Ralph Lauren.
Positiven Zuspruch erhält hingegen Abbott: Wolfe Research stufte die Aktie von „Hold" auf „Buy" hoch und verwies auf Verbesserungen beim organischen Wachstum sowie eine potenzielle Neubewertung. Citi hob das Kursziel von 112 auf 125 US-Dollar an. Die Analysten zeigen sich nach jüngsten Ergebnissen optimistischer für den gesamten Medizintechniksektor. Cramer merkt an, dass sein Portfolio Abbott im vergangenen Herbst verkauft und damit ein schwieriges Jahr 2026 vermieden habe – derzeit verschaffe Johnson & Johnson das Engagement im Medizintechnikbereich.


