Jim Cramers Markt-Radar: SpaceX, Tesla und Yum Brands im Fokus
Jim Cramer analysiert die zehn wichtigsten Marktthemen für Dienstag, den 16. Juni – von SpaceX-Euphorie bis zu Verlierer Dave & Buster's.

SpaceX dominiert auch am Dienstag, dem 16. Juni, das vorbörsliche Geschehen an der Wall Street. Die Aktie legte vorbörslich erneut um rund 4,5 Prozent zu – nach einem Kursanstieg von fast 20 Prozent am Vortag und einem Sprung von knapp 19 Prozent am ersten Handelstag am Freitag. CNBC-Moderator Jim Cramer fasst in seinem täglichen „Top 10 Morning Thoughts on the Market" die wichtigsten Entwicklungen zusammen.
SpaceX hat sich laut Cramer zu einer echten Meme-Aktie entwickelt. Treiber dieser Entwicklung ist die Aussage von CEO Elon Musk, dass SpaceX bis 2030 einen Umsatz von einer Billion US-Dollar erreichen könnte. Gleichzeitig nutzt Musk die Aktie bereits als Akquisitionswährung: So kauft er das KI-Coding-Startup Cursor für 60 Milliarden US-Dollar. Cramer weist darauf hin, dass SpaceX vorbörslich eine Marktkapitalisierung erreichen könnte, die über dem Wert von Amazon liegt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die geplante vorzeitige Aufnahme von SpaceX in den FTSE Russell und den Nasdaq-Index – nach fünf beziehungsweise 15 Handelstagen. Dienstag ist bereits der dritte Handelstag der Aktie.
Tesla und Musk-Imperium im Blick
Auch Teslas zweites Quartal rückt in den Fokus: Goldman Sachs zufolge liegen die Fahrzeugauslieferungen über dem Marktkonsens. Cramer verweist auf Spekulationen, dass Musks langfristiges Ziel eine Fusion von SpaceX und Tesla sein könnte – insbesondere wegen der Kombination aus Teslas Optimus-Roboter und dem Starlink-Internetdienst von SpaceX.
Palantir steht ebenfalls auf Cramers Radar: Wolfe Research nimmt die Beobachtung der Aktie mit der Einstufung „Hold" wieder auf, nachdem das vorherige Rating „Sell" lautete. Das Unternehmen wächst stark – der Umsatz stieg im letzten Quartal um 85 Prozent. Dennoch bleibt die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 77 auf Basis der erwarteten Gewinne sehr hoch.
Verlierer des Tages: Dave & Buster's
Dave & Buster's bricht vorbörslich um fast 15 Prozent ein. Der Freizeitkonzern meldete einen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze von 5,4 Prozent im Quartal bis zum 5. Mai – deutlich schlechter als der Konsens von minus 1,2 Prozent. Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen hohe Benzinpreise und geopolitische Unsicherheit. Benchmark stufte die Aktie daraufhin von „Buy" auf „Hold" herab, andere Analysten senkten lediglich ihre Kursziele.
Im Kreuzfahrtsektor hob Citi das Kursziel für Royal Caribbean von 348 auf 362 US-Dollar an und begründete dies mit niedrigeren Treibstoffkosten. Die Kaufempfehlung wurde beibehalten. Auch die Kursziele für Carnival und Norwegian Cruise Line wurden angehoben.
CoreWeave, Yum Brands und Hausbauer
Cantor Fitzgerald prognostiziert, dass der Auftragsbestand des KI-Computing-Anbieters CoreWeave im zweiten Quartal die Erwartungen der Wall Street deutlich übertreffen wird. Die Grundlage dafür liefert ein Finanzdetail aus einem Anleiheprospekt, das Aktieninvestoren laut den Analysten „weitgehend ignoriert" haben. CoreWeave soll zudem nächste Woche in den Nasdaq 100 aufgenommen werden.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseYum Brands verkauft seine Marke Pizza Hut für 2,7 Milliarden US-Dollar an die Private-Equity-Gesellschaft LongRange Capital. Cramer wertet dies als klugen Schachzug, um sich auf die besser laufenden Marken KFC und Taco Bell zu konzentrieren. Goldman Sachs ist einer der Finanzberater bei diesem Deal.
Bei Tractor Supply senkten sowohl Piper Sandler als auch Truist ihre Kursziele auf jeweils 32 US-Dollar. Piper Sandler verwies auf zunehmende Dürrebedingungen und steigende Hühnerpreise, Truist begründete die Senkung mit schwachen Umsatztrends aus seinem internen Kreditkarten-Tracker.
Beim Hausbauer Lennar senkte JPMorgan das Kursziel von 80 auf 77 US-Dollar und behielt die Einstufung „Sell" bei. Hintergrund ist ein schwächeres Frühjahrsgeschäft, das die Prognosen für Hausverkäufe im Jahr 2026 nach unten zieht. UBS reduzierte sein Kursziel für Lennar ebenfalls – von 107 auf 94 US-Dollar – und blieb bei „Hold".


