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Jim Cramers Fonds verkauft Nike-Aktie mit 40 Prozent Verlust

Jim Cramers Charitable Trust trennt sich von 1.600 Nike-Aktien zu je rund 41 Dollar – nach anhaltend schwachen Quartalsergebnissen.

Jim Cramers Fonds verkauft Nike-Aktie mit 40 Prozent Verlust

Jim Cramers Charitable Trust hat entschieden, seine gesamte Position in Nike (NKE) aufzulösen. Kurz nach Handelsbeginn wurden 1.600 Aktien zu einem Preis von jeweils rund 41 US-Dollar verkauft. Nach der Transaktion hält der Fonds keine Nike-Aktien mehr.

Der Verkauf erfolgt nach einem erneut verhaltenen Quartalsbericht des Sportartikelriesen. Zwar zeigte das Quartal laut Cramer einige positive Signale, dass die Turnaround-Strategie des Managements langsam Fahrt aufnimmt – der Fortschritt bleibt jedoch insgesamt schleppend.

Positive Signale reichen nicht aus

Als ermutigend wurde gewertet, dass das Nike-Management aggressiver gegen überhöhte Lagerbestände vorgeht und Preisnachlässe reduziert, um die Bruttomargen zu verbessern. Zudem schätzt das Unternehmen selbst, dass es nur noch zwei Quartale von einem Wendepunkt entfernt sei – was eine Rückkehr zu Umsatz- und Gewinnwachstum im Jahresvergleich bedeuten würde.

Dennoch überwiegen die Bedenken. Die Sorge besteht darin, dass die Erholung bei einer Rückkehr zum Wachstum nicht so deutlich ausfallen könnte, wie ursprünglich erwartet. Zwei wesentliche Fehleinschätzungen werden offen eingeräumt: die Annahme, dass Nike die Region Greater China zeitnah stabilisieren könnte, erwies sich als falsch. Zudem wurde der Einfluss des zunehmenden Wettbewerbs auf Nike unterschätzt.

40 Prozent Verlust – und die Frage nach dem Kapital

Der Verkauf bedeutet die Realisierung eines Verlustes von rund 40 Prozent. Das ist nach eigener Aussage eine „bittere Pille". Die entscheidende Frage lautet jedoch: Lohnt es sich, Kapital für weitere vier bis fünf Monate in einer Aktie zu binden, die weiterhin „totes Kapital" bleiben könnte?

Die Antwort fällt klar aus: Das freigewordene Kapital soll lieber in andere Aktien mit klareren Wachstumsgeschichten investiert werden. Noch am selben Handelstag sind weitere Käufe geplant.

Investorentag im November als möglicher Katalysator

Ein potenzieller Lichtblick für Nike bleibt der für November geplante Investorentag. Dieser könnte optimistisch ausfallen und als Katalysator wirken – allerdings nur, sofern die Lagerbestände bis dahin tatsächlich bereinigt sind. Für den Charitable Trust kommt dieser mögliche Impuls jedoch zu spät, um die Halteposition zu rechtfertigen.

Der Schritt verdeutlicht eine klare Portfoliostrategie: Kapital nicht in Hoffnungswerte binden, sondern konsequent in Titel mit besseren kurzfristigen Perspektiven umschichten. Für deutsche Anleger, die Nike im Depot halten, stellt sich nun ebenfalls die Frage, ob der Sportartikelkonzern angesichts des anhaltenden Gegenwinds aus China und dem verschärften Wettbewerb die richtige Wahl für das eigene Portfolio bleibt.

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