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Jim Cramer zur Lightning Round: Chewy zu schwierig im Depot

TV-Investor Jim Cramer bewertet in seiner „Lightning Round" vier Aktien – darunter ein klares Verkaufssignal für Chewy.

Jim Cramer zur Lightning Round: Chewy zu schwierig im Depot

Jim Cramer, Moderator der populären US-Börsensendung „Mad Money" auf CNBC, hat in seiner regelmäßigen „Lightning Round"-Rubrik wieder Stellung zu mehreren Aktien bezogen. In dem Format, das montags bis freitags zwischen 18 und 19 Uhr ET ausgestrahlt wird, beantwortet Cramer Anruferfragen zu einzelnen Wertpapieren im Schnelldurchlauf. Diesmal standen Chewy, Butterfly Network, Nextpower und Preformed Line Products im Fokus.

Besonders deutlich äußerte sich Cramer zum Online-Tierbedarf-Händler Chewy. Trotz des bereits starken Kursrückgangs der Aktie rät er Anlegern zur Vorsicht: „Jedes Mal, wenn ich behaupte, sie sei zu weit gesunken und es folgt eine Erholung, fällt sie direkt wieder zurück." Sein Fazit fällt unmissverständlich aus: „Chewy ist zu schwierig im Depot zu halten." Für deutsche Anleger, die auf US-Wachstumswerte setzen, ist dies ein klares Warnsignal.

Butterfly Network: Spekulative Chance bei 8 Dollar

Anders bewertet Cramer die Situation bei Butterfly Network, einem Unternehmen aus dem Bereich der medizinischen Bildgebungstechnologie. Er bezeichnete die Aktie bereits vom ersten Tag an als „sehr interessante Spekulation". Zwar schreibt das Unternehmen noch keine Gewinne, doch bei einem Kurs von rund 8 US-Dollar sieht Cramer die Möglichkeit, eine erste Position aufzubauen oder bei noch günstigeren Kursen nachzukaufen. Er betonte jedoch ausdrücklich den spekulativen Charakter des Investments.

Bei Nextpower zeigte sich Cramer ungewöhnlich selbstkritisch. Er räumte ein, das Recht auf ein Urteil über das Unternehmen verwirkt zu haben, weil er und sein Team die Aktie viel zu früh und zu einem deutlich zu niedrigen Kurs verkauft hatten. Dennoch lobte er den Unternehmenschef Dan Shugar in höchsten Tönen: „Dieser Mann ist ein Wunderheiler." Grundsätzlich mag Cramer das Unternehmen nach wie vor, enthält sich aber einer konkreten Empfehlung.

Preformed Line Products als Mini-Quanta Services

Positiv äußerte sich Cramer hingegen zu Preformed Line Products. Er verglich das Unternehmen mit dem bekannten Infrastrukturkonzern Quanta Services und bezeichnete es als eine Art „Mini-Quanta Services". Cramer sieht weiteres Kurspotenzial, knüpft dies jedoch an eine Bedingung: Die Aktie könne weiter steigen, sofern sich Kommunen nicht gegen den weiteren Ausbau von Rechenzentren aussprechen. Damit stellt er das Unternehmen in den Kontext des anhaltenden Booms rund um Künstliche Intelligenz und Datenzentren.

Die „Lightning Round" ist ein festes Format in Cramers Sendung „Mad Money" und erfreut sich bei US-Privatanlegern großer Beliebtheit. Cramer gibt dabei bewusst schnelle, pointierte Einschätzungen ab – ohne tiefgehende Fundamentalanalyse. Deutsche Anleger sollten diese Einschätzungen daher stets als erste Orientierung verstehen und eigene Recherchen anstellen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen. Insbesondere bei spekulativen Werten wie Butterfly Network ist eine sorgfältige Risikoabwägung unerlässlich.

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