Jim Cramer setzt auf KI- und Rechenzentrum-Aktien der New Economy
CNBC-Moderator Jim Cramer rät Anlegern, geopolitische Ausverkäufe zu ignorieren und auf Unternehmen der computergesteuerten Wirtschaft zu setzen.

Jim Cramer, bekannter CNBC-Moderator und Gastgeber der Sendung „Mad Money", hat Anleger dazu aufgerufen, bei geopolitisch bedingten Marktturbulenzen nicht in Panik zu verfallen. Stattdessen solle man auf Unternehmen setzen, die die sogenannte „New Economy" antreiben – allen voran Aktien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Cloud-Computing und Rechenzentren.
„Was Sie wirklich besitzen müssten, sind die Unternehmen, die tatsächlich die neue Wirtschaft dominieren", sagte Cramer am Montag in seiner Sendung. Er betonte, dass diese Segmente besonders widerstandsfähig gegenüber makroökonomischen Schocks seien – selbst wenn Ölpreise steigen und Zinsen hoch bleiben.
Hintergrund seiner Aussagen ist ein Rückgang des Dow Jones Industrial Average um mehr als ein Prozent am Montag. Ausgelöst wurde der Ausverkauf durch wieder aufflammende Spannungen im Nahen Osten, die sowohl die Ölpreise als auch die Renditen von US-Staatsanleihen sprunghaft ansteigen ließen. Cramer warnt seit Langem, dass geopolitische Risiken vor allem über ihre Auswirkungen auf Öl und Zinsen den Gesamtmarkt beeinflussen können.
Computergesteuerte Wirtschaft als struktureller Schutzwall
Dennoch sieht Cramer keinen Grund, Kapital aus dem Aktienmarkt abzuziehen. Er verweist auf einen tiefgreifenden strukturellen Wandel in der US-Wirtschaft: „Diese Wirtschaft ist eine computergesteuerte Wirtschaft. Wir laufen auf Rechenleistung." Dieser Wandel schirme wichtige Marktsegmente – insbesondere Technologie-, Cloud- und Rechenzentrumsunternehmen – vor den negativen Auswirkungen geopolitischer Krisen ab.
Die Nachfrage nach Rechenleistung, KI-Infrastruktur und digitalen Diensten wachse kontinuierlich weiter, so Cramer. Steigende Ölpreise und hohe Kreditkosten könnten diesen Trend nicht aufhalten. „Der Drang nach Computern geht nur in eine Richtung, nach oben, und er reißt eine riesige Anzahl von Aktien mit sich", sagte er.
Als konkretes Beispiel nannte Cramer Amazon. Der Konzern profitiere gleich von mehreren Wachstumstreibern: seinem massiven Logistiknetzwerk, dem wachsenden Cloud-Geschäft über AWS sowie seinen engen Verbindungen zum KI-Boom. Hinzu komme Amazons Kernstrategie, die Preise niedrig zu halten – ein Vorteil, wenn Konsumenten ihre Ausgaben einschränken. Amazon ist zudem eine Position im sogenannten Charitable Trust, dem vom CNBC Investing Club verwalteten Portfolio. Die Aktie liegt im laufenden Jahr noch rund 17 Prozent im Plus.
Cramers Fazit: Langfristiger Trend bleibt intakt
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Zur Aktienanalyse„Höhere Zinssätze können so manches Unternehmen zu Fall bringen. Aber wenn man raten will, wer als Letzter noch steht, könnte man es deutlich schlechter treffen, als auf Amazon zu setzen", so Cramer. Er räumte ein, dass Markteinbrüche im Zusammenhang mit Makro-Schocks kurzfristige Schmerzen verursachen könnten – der langfristige Trend bleibe jedoch intakt.
Die computergesteuerte Wirtschaft „kümmert sich nicht sonderlich um Öl oder Zinssätze", ergänzte Cramer. Für deutsche Privatanleger, die angesichts globaler Unsicherheiten nach Orientierung suchen, liefert Cramers Analyse eine klare Botschaft: Strukturelle Wachstumsthemen wie KI, Cloud und Rechenzentren könnten langfristig robuster sein als klassische konjunkturabhängige Sektoren – auch wenn kurzfristige Volatilität unvermeidlich bleibt.


