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Jim Cramer empfiehlt SpaceX als generationenübergreifende Investition für Anleger

CNBC-Moderator Jim Cramer sieht SpaceX als Jahrhundertinvestment – trotz eines Kurseinbruchs von 13,6 Prozent nach dem ersten Quartalsbericht.

Jim Cramer empfiehlt SpaceX als generationenübergreifende Investition für Anleger

CNBC-Moderator Jim Cramer hat Anleger dazu aufgerufen, SpaceX nicht als gewöhnliche Aktie zu betrachten, sondern als eine Investition für kommende Generationen. In seiner Sendung „Mad Money" erklärte er am Mittwoch, dass der Zeithorizont für SpaceX nicht in Quartalen, sondern in Jahrzehnten gemessen werden sollte. „SpaceX könnte ein Wertpapier für 100 Jahre sein", sagte Cramer.

Der Hintergrund seiner Aussagen: Die SpaceX-Aktie verlor am Mittwoch 13,6 Prozent an Wert, nachdem das Unternehmen seinen ersten Quartalsbericht seit dem historischen Börsengang im Juni vorgelegt hatte. Zwar übertraf der Umsatz die Erwartungen der Analysten, doch das Unternehmen meldete deutlich höhere Investitionsausgaben als erwartet – was die Märkte kurzfristig belastete.

Cramer räumte ein, dass weiterer Druck auf die Aktie möglich sei. Am Donnerstag sollten rund 911 Millionen zuvor gesperrte Aktien für den Handel freigegeben werden – ein sogenannter Lock-up-Ablauf, der häufig zu zusätzlichem Verkaufsdruck führt. Dennoch betonte er, dass kurzfristig denkende Anleger das große Ganze aus den Augen verlören.

SpaceX als Eisenbahnanleihe des 21. Jahrhunderts

Als historisches Vergleichsbild zog Cramer die jahrhundertelangen Eisenbahnanleihen heran, die geduldige Investoren letztlich reich belohnten. „Vielleicht legt man etwas für die nächste Generation oder sogar die übernächste beiseite", sagte er. Diese Analogie verdeutlicht, wie Cramer SpaceX einordnet: als Infrastrukturinvestment mit einem Zeithorizont, der weit über den typischen Anlagehorizont hinausgeht.

Zentral für Cramers Überzeugung ist die Person Elon Musk. Der CNBC-Moderator betonte, dass er SpaceX ohne Musks Beteiligung niemals empfehlen würde. „Ich bin zuversichtlich, dass Musk all das Geld aufbringen kann, das er benötigt", sagte Cramer. Er verwies auf Musks Erfolgsbilanz beim Aufbau transformativer Unternehmen und seiner Fähigkeit, Kapital für Projekte zu beschaffen, die viele anfangs als unrealistisch abgetan hatten.

Drei langfristige Wachstumstreiber im Fokus

Cramer hob mehrere konkrete Geschäftsbereiche hervor, die das langfristige Potenzial von SpaceX begründen:

Starship

: Musks vollständig wiederverwendbares Raketenprogramm, das die Raumfahrtkosten revolutionieren soll

Starlink

: Das expandierende Satelliten-Internetgeschäft, das weltweit Breitbandverbindungen liefert

Rechenkapazität

: SpaceX baut Recheninfrastruktur auf, die intern genutzt oder an externe Kunden vermietet werden könnte

Bereits heute bestehen Vereinbarungen zur Vermietung von Rechenleistung mit Anthropic – dem Schöpfer des KI-Assistenten Claude – sowie mit Alphabet-Tochter Google. Diese Geschäftsbereiche positionieren SpaceX nicht nur als Raumfahrtunternehmen, sondern auch als Akteur im boomenden KI-Infrastrukturmarkt.

Cramer gab jedoch zu, dass all diese Bereiche Jahre oder sogar Jahrzehnte benötigen könnten, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Genau das sei aber der Grund, warum SpaceX anders bewertet werden müsse als eine typische Wachstumsaktie. „Eines Tages könnte diese Aktie ein riesiger Gewinner sein", sagte er. „Ich weiß nur nicht, wann dieser Tag kommen wird."

Für deutsche Privatanleger ist SpaceX derzeit nicht über reguläre Börsenplätze handelbar, da das Unternehmen nicht öffentlich notiert ist. Der Zugang erfolgt bislang über spezialisierte Handelsplattformen für vorbörsliche Wertpapiere oder über institutionelle Kanäle – ein wichtiger Aspekt, den Anleger bei der Bewertung von Cramers Empfehlung berücksichtigen sollten.

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