JetBlue mit Quartalsverlust: Economy-Schwäche belastet Bilanz
Die US-Fluggesellschaft JetBlue hat im vierten Quartal 2024 einen deutlich höheren Verlust verbucht als im Vorjahr. CEO Joanna Geraghty macht makroökonomische Unsicherheit für die verzögerte Rückkehr zur Profitabilität verantwortlich.

JetBlue Airways hat im vierten Quartal 2024 einen bereinigten Verlust von 49 Cent je Aktie verzeichnet – mehr als doppelt so viel wie die 21 Cent Verlust im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Minus von 45 Cent pro Aktie gerechnet. Die operative Umsatzerlöse erreichten 2,24 Milliarden Dollar und übertrafen damit leicht die Markterwartungen von 2,23 Milliarden Dollar.
Schwache Economy-Nachfrage drückt Ergebnis
CEO Joanna Geraghty führte die enttäuschende Entwicklung auf die anhaltende makroökonomische Unsicherheit zurück, die JetBlues geplante Rückkehr zur Rentabilität im Jahr 2025 verhindert habe. Wie viele US-Carrier kämpft auch JetBlue mit einer gedämpften Nachfrage in der Economy-Klasse, während gleichzeitig der Preisdruck auf die Standardtarife zunimmt.
Die Fluggesellschaft reagiert auf diese Herausforderung mit einer verstärkten Fokussierung auf Premium-Angebote und Kundenbindungsprogramme. Diese Strategie verfolgen derzeit nahezu alle großen US-Airlines, um die schwächelnden Basiserlöse zu kompensieren.
Verhaltener Ausblick für erstes Quartal
Für das laufende erste Quartal 2025 prognostiziert JetBlue einen Anstieg der Umsatzerlöse pro verfügbarer Sitzmeile (RASM) zwischen 0 und 4 Prozent. Diese wichtige Branchenkennzahl gilt als Indikator für die Preissetzungsmacht einer Airline. In der Prognose sind die Auswirkungen des jüngsten Wintersturms noch nicht berücksichtigt, der am Wochenende den Flugverkehr in weiten Teilen der USA lahmlegte. Allein am Sonntag musste JetBlue fast 600 Flüge streichen.
Triebwerksprobleme belasten Flotte
Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft die in New York ansässige Fluggesellschaft mit technischen Problemen. Für 2026 rechnet JetBlue damit, dass durchschnittlich eine mittlere einstellige Anzahl von Flugzeugen aufgrund von Problemen mit den Pratt & Whitney Geared Turbofan-Triebwerken des Herstellers RTX am Boden bleiben muss.
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Zur AktienanalyseBranchenweite Herausforderungen
JetBlue steht mit seinen Problemen nicht allein da. Auch Konkurrent Alaska Airlines enttäuschte kürzlich mit einem Gewinnausblick unterhalb der Analystenerwartungen. Als Gründe nannte die Airline Saisonalität, volatile Treibstoffpreise und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit – Faktoren, die die gesamte US-Luftfahrtbranche belasten.


