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JetBlue erhöht Gepäckgebühren wegen steigender Kerosinpreise deutlich

Die US-Fluggesellschaft JetBlue hebt ihre Gebühren für aufgegebenes Gepäck um mindestens vier Dollar an.

JetBlue erhöht Gepäckgebühren wegen steigender Kerosinpreise deutlich

JetBlue Airways reagiert auf drastisch gestiegene Treibstoffkosten und erhöht die Gepäckgebühren spürbar. Das erste aufgegebene Gepäckstück auf Inlandsflügen sowie Flügen in die Karibik und nach Lateinamerika kostet für Economy-Passagiere in der Nebensaison künftig 39 US-Dollar statt bisher 35 Dollar. Die Preiserhöhung tritt unmittelbar in Kraft und betrifft die Mehrheit der Fluggäste.

In der Hauptsaison – also etwa während eines Großteils des Sommers und an wichtigen Feiertagen – steigt die Gebühr sogar von 40 auf 49 Dollar. Wer sein Gepäck weniger als 24 Stunden vor dem Abflug, beispielsweise direkt am Flughafen, aufgibt, zahlt zusätzlich zehn Dollar mehr. Ausnahmen gelten für Inhaber von Co-Branding-Kreditkarten sowie Vielflieger mit Elite-Status.

Kerosinpreise nach Kriegsbeginn fast verdoppelt

Hintergrund der Maßnahme ist ein massiver Anstieg der Kerosinpreise infolge des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Seit dem Angriff auf den Iran am 28. Februar sind die Treibstoffpreise für Flughäfen in Chicago, Houston, Los Angeles und New York auf durchschnittlich 4,57 US-Dollar pro Gallone gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von fast 83 Prozent gegenüber dem Tag vor Kriegsbeginn, wie Daten des Branchenverbands Airlines for America zeigen.

Kerosin ist nach den Personalkosten der größte Ausgabenposten der Fluggesellschaften – und steigende Treibstoffpreise schlagen sich daher schnell in höheren Ticketpreisen und Zusatzgebühren nieder. Bereits seit dem Angriff auf den Iran sind Flugpreise auf Routen weltweit gestiegen. Die Gepäckgebührenerhöhung ist das jüngste Beispiel dafür, dass US-Airlines die Mehrkosten an die Verbraucher weitergeben.

Wettbewerber könnten folgen

Erfahrungsgemäß ziehen Konkurrenten nach, wenn eine Fluggesellschaft ihre Gebühren anhebt. American Airlines, United Airlines, Delta Air Lines, Southwest Airlines und Frontier Airlines äußerten sich auf CNBC-Anfrage zunächst nicht zu möglichen eigenen Preisanpassungen. Für deutsche Reisende, die Flüge in die USA oder die Karibik buchen, empfiehlt es sich daher, Gepäckgebühren frühzeitig zu entrichten und die Entwicklungen bei den großen US-Carriern im Blick zu behalten.

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