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Jensen Huang warnt vor KI-Engpass: Diese drei Aktien profitieren

Nvidia-CEO Jensen Huang sieht Silizium-Photonik als nächsten großen Engpass im KI-Boom – und hat bereits investiert.

Jensen Huang warnt vor KI-Engpass: Diese drei Aktien profitieren

Nvidia-CEO Jensen Huang hat auf einer Konferenz im März einen neuen Engpass im KI-Markt identifiziert: Silizium-Photonik-Technologie. „Die Kapazitäten für Silizium-Photonik-Technologie, die wir benötigen, sind wesentlich höher als das, was der Welt heute zur Verfügung steht", sagte Huang. Damit rücken drei Unternehmen in den Fokus, in die Nvidia bereits investiert hat: Coherent, Lumentum Holdings und Nokia.

Hinter dem Begriff Silizium-Photonik verbirgt sich eine Technologie, die Licht statt elektrischer Signale zur Datenübertragung nutzt. Dies steigert die Effizienz des Datentransfers zwischen Chips und Servern erheblich. Da immer mehr Nutzer KI-Chatbots und KI-Agenten einsetzen und dabei schnelle Reaktionszeiten erwarten, wächst der Bedarf an dieser Technologie rasant. Bisher galten Energie- und Speicheraktien als klassische Profiteure des KI-Booms – nun könnte Photonik der nächste große Wachstumsbereich werden.

Coherent: Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar

Im März gab Nvidia bekannt, zwei Milliarden US-Dollar in Coherent zu investieren und eine strategische Vereinbarung mit dem Unternehmen zu schließen. Der Deal sichert Nvidia künftige Zugangs- und Kapazitätsrechte für die fortschrittlichen Laser- und optischen Netzwerkprodukte von Coherent. Zum 31. März hielt Nvidia eine Beteiligung von knapp unter 4 Prozent an dem Unternehmen.

Coherent verzeichnet in diesem Jahr eine beeindruckende Erfolgsserie. Der Aktienkurs ist um rund 110 Prozent gestiegen, und am 23. März wurde das Unternehmen in den S&P 500 aufgenommen. In den jüngsten Quartalsergebnissen meldete Coherent einen Umsatzsprung von 27 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar, der Gewinn je Aktie stieg um 55 Prozent auf 1,41 US-Dollar, und der Umsatz im Segment Rechenzentren und Kommunikation legte um 41 Prozent zu.

Anleger sollten jedoch die Risiken im Blick behalten. Das Segment Rechenzentren und Kommunikation macht 75 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Sollte die Nachfrage aus Rechenzentren nachlassen, könnte Coherent einen erheblichen Umsatzeinbruch erleiden.

Lumentum: Umsatz nahezu verdoppelt

Ebenfalls im März kündigte Nvidia eine Investition von zwei Milliarden US-Dollar in Lumentum Holdings an, verbunden mit einer strategischen Vereinbarung. Lumentum überzeugte zuletzt mit starken Quartalszahlen: Der Gesamtumsatz im Zeitraum bis zum 28. März stieg von 425,2 Millionen auf 808,4 Millionen US-Dollar – nahezu eine Verdoppelung. Das Komponentensegment wuchs um 77 Prozent auf 533,3 Millionen US-Dollar, das Systemsegment legte sogar um 121 Prozent auf 275,1 Millionen US-Dollar zu.

Für das laufende Quartal erwartet Lumentum einen Umsatz zwischen 960 Millionen und einer Milliarde US-Dollar. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr um rund 130 Prozent gestiegen. Allerdings deutet das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 50 auf hohe Markterwartungen hin, was wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Zudem sieht sich Lumentum intensivem Wettbewerb gegenüber – unter anderem durch Coherent selbst.

Nokia: Partnerschaft für KI-Netzwerkinfrastruktur

Mit Nokia schloss Nvidia im Jahr 2025 eine Partnerschaft, um die Entwicklung und den Einsatz von KI-Netzwerkinfrastrukturen und KI-nativen Mobilfunknetzen zu beschleunigen. Nvidia investierte dabei eine Milliarde US-Dollar und hielt zum 31. März eine Beteiligung von 2,9 Prozent. Nokia beschreibt seine Silizium-Photonik-Technologie als Treiber für Miniaturisierung und Integration komplexer optischer Subsysteme in Siliziumchips, was Leistung und Energieeffizienz verbessere und gleichzeitig die Kosten für den Datentransport senke.

Alle drei Unternehmen – Coherent, Lumentum und Nokia – profitieren direkt von Nvidias strategischer Einschätzung, dass Silizium-Photonik zu einem zentralen Engpass im KI-Zeitalter wird. Für Anleger, die nach Profiteuren jenseits der bekannten KI-Giganten suchen, könnten diese Photonik-Spezialisten eine interessante Beimischung darstellen – bei entsprechend sorgfältiger Risikoabwägung.

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