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Jensen Huang: Vera-Rubin-Chips von Nvidia bereits in Produktion

Nvidia-CEO Jensen Huang dementiert Berichte über Verzögerungen und bestätigt laufende Produktion der neuen Vera-Rubin-Chips.

Jensen Huang: Vera-Rubin-Chips von Nvidia bereits in Produktion

Nvidia-CEO Jensen Huang hat auf einer Entwicklerveranstaltung Berichte über angebliche Verzögerungen bei der Vera-Rubin-Architektur zurückgewiesen. Gegenüber Reportern erklärte er, die entsprechenden Berichte seien „nicht wahr". Zudem betonte er: „Vera Rubin befindet sich bereits in der Produktion. Riesige Produktionsmengen stehen bevor."

Auslöser der Diskussion war ein Bericht des Halbleiter-Analysehauses SemiAnalysis Anfang Juli. Demnach sei Nvidias Rack-Lösung Kyber NVL144 – ein Serverschrank für die Rubin-Ultra-Architektur – um mehr als 12 Monate auf das Jahr 2028 verzögert. Nvidia hatte daraufhin in einer kurzen Stellungnahme erklärt, die Roadmap bleibe unverändert.

Anleger sollten Huangs Aussagen jedoch mit Bedacht einordnen. Die Bestätigung der laufenden Chipproduktion ist keine neue Information – Nvidia hatte dies bereits im Januar kommuniziert. Zudem bezog sich Huangs Kommentar auf die Chip-Produktion, während der SemiAnalysis-Bericht explizit das Kyber-Rack adressierte. Einen konkreten Zeitplan für die Produktion nannte Huang nicht.

Warum die Roadmap für Nvidia-Anleger so wichtig ist

Für Investoren ist die Frage nach der Produktions-Roadmap von zentraler Bedeutung. Vera Rubin gilt als entscheidender Bestandteil der künftigen Gewinnprognosen und der Gesamtbewertung des Chipherstellers. Huang hatte Anfang des Jahres eine Umsatzprognose von insgesamt 1 Billion US-Dollar für Blackwell und Vera Rubin bis 2027 ausgegeben – ein ambitioniertes Ziel, das kaum Spielraum für Rückschläge lässt.

Nvidia hat zuletzt eindrucksvolle Zahlen geliefert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 26. April 2026 endete, stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 85 Prozent auf den Rekordwert von 81,6 Milliarden US-Dollar. Es war das 14. Quartal in Folge mit Umsatzwachstum – ein Beleg für Nvidias dominante Stellung im KI-Chip-Markt.

Das Geschäftsmodell basiert auf einem klaren Prinzip: KI-Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen kontinuierlich auf die neuesten Nvidia-Chips aufrüsten. Dieser jährliche Aktualisierungszyklus ist der Motor hinter Nvidias beständigem Wachstum. Jede größere Verzögerung, die diesen Rhythmus stört, könnte sich spürbar negativ auf die Gewinne auswirken.

Konkurrenz wartet auf Schwäche

Eine Verlangsamung bei Nvidia würde zudem Wettbewerbern wie Advanced Micro Devices (AMD) die Möglichkeit eröffnen, potenziell Marktanteile zu gewinnen. Der KI-Chip-Markt ist hart umkämpft, und Nvidia kann es sich kaum leisten, seinen Innovationsvorsprung zu verlieren.

Bemerkenswert ist, dass SemiAnalysis trotz der Berichte über Verzögerungen grundsätzlich optimistisch für Nvidia bleibt. Das Analysehaus prognostiziert, dass der Umsatz im Rechenzentrumsbereich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 die Analystenschätzungen um 20 Prozent übertreffen wird.

Konkrete Klarheit werden die kommenden Quartalszahlen bringen. Der nächste Quartalsbericht von Nvidia ist für den 26. August geplant. Sollte Nvidia erneut die Erwartungen übertreffen und die Prognosen anheben, wäre dies ein starkes Signal dafür, dass die Produktions-Roadmap intakt ist und die Sorgen über Verzögerungen tatsächlich übertrieben waren.

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