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Jefferies stuft Schaeffler hoch: Zulieferer-Aktie als Favorit für 2026

Die US-Investmentbank Jefferies setzt im schwierigen Umfeld der Autozulieferer auf Schaeffler. Das Unternehmen wird auf "Kaufen" hochgestuft, während die Branchenaussichten für 2026 düster bleiben.

Jefferies stuft Schaeffler hoch: Zulieferer-Aktie als Favorit für 2026

Die US-Investmentbank Jefferies hat ihre Einschätzung zu deutschen Automobilzulieferern grundlegend überarbeitet und warnt vor einem herausfordernden Jahr 2026. Das Analystenteam um Vanessa Jeffriess erwartet ein schwaches Produktionsumfeld, steigenden Wettbewerbsdruck und kaum Spielraum für Umsatzwachstum oder Margenausweitung.

Schaeffler als klarer Favorit

Inmitten dieser düsteren Branchenprognose hebt Jefferies Schaeffler auf "Kaufen" hoch. Die Analysten sehen das Unternehmen als attraktivsten Weg, um das schwierige Jahr zu meistern. Besonders die Positionierung im Bereich Humanoide Robotik überzeugt: Schaeffler strebt bis 2030 einen Marktanteil von über 10 Prozent in diesem Zukunftsmarkt an.

Die jüngste Kursstärke markiere "den Beginn einer langfristigen Neubewertung", so die Analysten. Sie zeigen sich zuversichtlich bezüglich Schaefflers "wirklich einzigartigen Wertversprechen in der Lieferkette". Das Engagement außerhalb des Automobilsektors und der minimale Bedarf an zusätzlichen Investitionen stärken diese Position zusätzlich.

Beeindruckende Gewinnprognose

Besonders überzeugt Jefferies die Story zur Gewinnverbesserung aus eigener Kraft. Zwischen den Geschäftsjahren 2025 und 2027 soll das konsolidierte EBIT um beeindruckende 56 Prozent steigen – deutlich über dem Niveau der Wettbewerber. "Es gibt eine attraktive Story zur Verbesserung aus eigener Kraft, die wir als überzeugend und realistisch ansehen", betonen die Analysten.

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, die stark auf Forschungs- und Entwicklungskürzungen setzen, sieht Jefferies bei Schaeffler leicht zu hebende Potenziale bei aufgeblähten Gemeinkosten.

Branchenausblick bleibt düster

Trotz der positiven Einschätzung für Schaeffler warnt Jefferies vor erheblichen Herausforderungen für die Branche. "Es gibt minimale Möglichkeiten für Umsatzwachstum oder Margenausweitung im Jahr 2026", erklären die Analysten. Hinzu kommen Lieferkettenrisiken und wachsender Wettbewerbsdruck.

Die EU-Zulieferer seien zwar bereits neu bewertet worden, doch die Stimmung bleibe fragil. Besonders abhängig sei die Entwicklung davon, ob Brüssel Maßnahmen bezüglich der Anforderungen an den lokalen Wertschöpfungsanteil ergreife.

Vorsicht bei Valeo und Aumovio

Für Valeo bleibt Jefferies bei "Halten" und beschreibt das Unternehmen als "weniger bevorzugt". Es fehle ein signifikanter Nicht-Automobil-Aspekt, um die Marktschwäche auszugleichen. Trotz sauberer Ausgangslage nach strategischen Updates sehen die Analysten vor 2027 nur begrenzten Spielraum für eine Neubewertung.

Aumovio wurde von "Underperform" auf "Halten" hochgestuft, was Bewertungsunterstützung und Potenzial für Stimmungsverbesserung widerspiegelt. Allerdings bleiben die Ziele übermäßig ambitioniert und die Wettbewerbsrisiken erhöht, weshalb die Aktie außerhalb der Präferenzliste bleibt.

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