Jefferies stuft MGM Resorts auf „Hold" herab und senkt Kursziel
Analystenhaus Jefferies sieht bei MGM strukturelle Belastungen durch Leasingverpflichtungen und kaum kurzfristige Wachstumstreiber.

Jefferies hat MGM Resorts International von „Buy" auf „Hold" herabgestuft und das Kursziel von 50 auf 44 US-Dollar gesenkt. Analyst David Katz begründete den Schritt mit Bedenken hinsichtlich der Kapitalstruktur des Casinobetreibers sowie einem begrenzten kurzfristigen Wachstumsausblick. Die Herabstufung folgt auf den abgeschlossenen Verkauf der MGM-Immobilie Northfield Park, der Jefferies zuvor dazu veranlasst hatte, die Beobachtung der Aktie vorübergehend auszusetzen.
Katz nahm die Abdeckung nun mit einer deutlich vorsichtigeren Haltung wieder auf. Im Mittelpunkt seiner Kritik steht das vollständig geleaste US-Vermögensportfolio von MGM. Glücksspielunternehmen, die unter sogenannten OpCo/PropCo-Strukturen agieren – also einer Trennung von Betrieb und Immobilienbesitz –, seien „strukturell gehemmt, in ihre Vermögenswerte zu reinvestieren, da feste und steigende Mietverpflichtungen bestehen". Dies erhöhe das Risiko für die langfristige Ertragskraft des Portfolios.
Quartalsergebnisse weitgehend neutral bewertet
Für das erste Quartal 2026 meldete MGM einen Umsatz von 4,45 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes EBITDAR von 1,14 Milliarden US-Dollar. Die Wall Street hatte mit 4,37 Milliarden beziehungsweise 1,18 Milliarden US-Dollar gerechnet. Beim Umsatz übertraf MGM die Erwartungen leicht, beim bereinigten EBITDAR blieb das Unternehmen jedoch hinter den Schätzungen zurück. Katz bewertete die Ergebnisse insgesamt als weitgehend neutral.
Belastend wirkten sich im Las-Vegas-Geschäft ein einmaliger Anstieg der Selbstversicherungskosten in Höhe von 37 Millionen US-Dollar sowie ein Rückgang der Erträge aus Betriebsunterbrechungsversicherungen um 31 Millionen US-Dollar aus. Ähnliche Sonderposten beeinflussten auch das regionale Geschäft außerhalb von Las Vegas. Der Umsatz von MGM China belief sich auf 1,12 Milliarden US-Dollar.
Schwache Freizeitnachfrage und Wettbewerbsdruck in Macau
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseJefferies identifiziert gleich mehrere Wachstumshürden für MGM. In Las Vegas beobachten die Analysten eine Schwäche bei der Freizeitnachfrage. In Macau verschärft sich der Wettbewerbsdruck im Bereich der Kernzielgruppe „Premium Mass" von MGM, während die Vergleichswerte zunehmend schwieriger werden. Zusätzlich soll eine erhöhte Markengebühr die Margen des China-Segments unter Druck setzen, auch wenn sie der Muttergesellschaft mehr Liquidität zuführt.
Als nächsten bedeutenden Wachstumskatalysator sieht Jefferies das geplante Casinoprojekt in Japan. „Aber mit einem erwarteten Zeitrahmen von etwa vier Jahren sehen wir nur begrenzte kurzfristige Treiber", schrieb Katz. Eine Neubewertung der Aktie hält er erst dann für möglich, wenn MGM Kapital erfolgreich in Projekte mit einer Rendite im mittleren Zehnerbereich investiert. Derzeit sieht Katz bei anderen landgebundenen Glücksspielbetreibern „greifbarere und kurzfristigere Aufwärtspotenziale" als bei MGM.

