ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Jefferies: Sechs europäische Mid-Cap-Aktien mit Kurspotenzial für 2026

Analysten identifizieren Gewinner in Fabrikautomation, Rechenzentren und deutscher Konjunkturerholung.

Jefferies: Sechs europäische Mid-Cap-Aktien mit Kurspotenzial für 2026

Europäische Mid-Cap-Aktien bieten für 2026 attraktive Anlagemöglichkeiten, so die Analysten von Jefferies. Das Brokerhaus hat sechs zentrale Investmentthemen identifiziert und jeweils passende Aktienfavoriten hervorgehoben, die von strukturellen Wachstumstrends profitieren dürften.

Im Fokus stehen dabei Fabrikautomation als Antwort auf den Arbeitskräftemangel, die steigende Stromnachfrage durch KI-getriebene Rechenzentren sowie fiskalische Impulse in Deutschland. Zudem sehen die Analysten Chancen bei Aktien mit kurzfristigem Stimmungsproblem, strukturell unterbewerteten Wachstumstiteln und überverkauften Zykliker mit aufgestauter Nachfrage.

Lagerautomation mit Interroll

Der Schweizer Zulieferer Interroll ist laut Jefferies gut positioniert, um von der Erholung in der Lagerautomation zu profitieren. Systemintegratoren melden verstärkte Aufträge von E-Commerce-Unternehmen, was sich typischerweise verzögert in höheren Umsätzen bei Zulieferern niederschlägt. Im ersten Halbjahr 2024 steigerte Interroll den Umsatz um 1,2 Prozent auf 265,1 Millionen Schweizer Franken, der Nettogewinn kletterte um 10,5 Prozent. Die UBS hob das Rating kürzlich auf "Kaufen" an.

InPost expandiert in Europa

Beim polnischen Paketautomaten-Betreiber InPost erwarten die Analysten eine Stimmungsaufhellung durch anhaltende Marktanteilsgewinne in Polen sowie durch starke Expansion in Frankreich und Großbritannien. Die automatisierten Paketautomaten bieten gegenüber der klassischen Hauszustellung kostengünstigere und umweltfreundlichere Lösungen. Eine strategische Partnerschaft mit dem Online-Marktplatz Vinted soll das Paketvolumen in mehreren europäischen Ländern deutlich erhöhen.

Belimo profitiert von KI-Rechenzentren

Der Schweizer Spezialist für Klima- und Lüftungstechnik Belimo bleibt ein Top-Favorit mit Neubewertungspotenzial. Das Unternehmen lieferte 2025 eine starke Performance ab, wobei Rechenzentren als wichtige Wachstumstreiber fungierten. Die Einführung von Nvidias Blackwell-Chips dürfte die Verbreitung der Flüssigkeitskühlung beschleunigen und Aufträge für 2026/27 sichern. Belimo erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent in lokalen Währungen.

Bechtle als Deutschland-Play

Der IT-Dienstleister Bechtle ist dank seiner starken Präsenz im öffentlichen Sektor ideal positioniert, um von Deutschlands fiskalischen Stimulierungsprogrammen zu profitieren. Nach verhaltenem ersten Halbjahr zog das Geschäft im dritten Quartal an: Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, der Gewinn legte im Quartalsvergleich um 21 Prozent zu. Mit der Übernahme des französischen IT-Dienstleisters Prosol stärkt Bechtle zudem seine Position in Frankreich.

Arcadis mit Aufholpotenzial

Der niederländische Ingenieurdienstleister Arcadis wird derzeit mit einem Bewertungsabschlag von 45 Prozent gegenüber Wettbewerbern gehandelt. Jefferies erwartet eine Verringerung dieser Diskrepanz, sobald sich Umsatzwachstum und Rentabilität weiter verbessern. Der Abschlag resultiert aus schwacher Performance 2025, besonders im britischen Markt, der rund 23 Prozent der Umsätze ausmacht. Im ersten Quartal 2024 steigerte Arcadis den Nettoumsatz um 5,3 Prozent, die operative EBITA-Marge verbesserte sich auf 10,2 Prozent.

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