Jefferies hebt Kursziele für Nordex, Siltronic und Jenoptik an
Das Analysehaus Jefferies aktualisiert seine Prognosen für DACH-Small- und Mid-Caps und behält Kaufempfehlungen nach starken Q1-Ergebnissen bei.

Die US-Investmentbank Jefferies hat ihre Kursziele für mehrere deutsche Unternehmen angehoben. Betroffen sind Nordex, Siltronic, Jenoptik und IFCN – allesamt DACH-Small- und Mid-Caps, die nach starken Ergebnissen im ersten Quartal weiterhin mit einer Kaufempfehlung versehen bleiben. Die Analysten begründen ihre Entscheidungen mit soliden operativen Entwicklungen und verbesserten Aussichten in den jeweiligen Sektoren.
Für den Windturbinenhersteller Nordex erhöhte Jefferies das Kursziel auf 57 US-Dollar. Das Unternehmen hatte zum Auftakt des Jahres 2026 erneut Ergebniszahlen über den Erwartungen vorgelegt. Laut der Research-Notiz vom Freitag treiben ein qualitativ hochwertigerer Auftragsbestand, eine solide operative Umsetzung sowie sich verbessernde Margen im Servicegeschäft die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens weiter an. Der Auftragsbestand verbleibt auf Rekordniveau, und der Ausblick für den Auftragseingang gilt als robust. Das Management äußerte sich zuversichtlich hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung im laufenden Jahr 2026.
Siltronic: Talsohle durchschritten
Beim Halbleiterwaferhersteller Siltronic sieht Jefferies erste Anzeichen einer positiven Nachfrageentwicklung. Da die Talsohle nun als durchschritten gilt, erwartet das Institut, dass die Produktionsauslastung in Erwartung des nächsten Upgrade-Zyklus stabil bleibt. Die Visibilität für eine stärkere Erholung der gesamten Wafer-Volumina bleibe zwar weiterhin gedämpft, so die Research-Notiz vom Dienstag. Dennoch sehe das Unternehmen eher Aufwärts- als Abwärtsrisiken – ein Signal, das Anleger positiv werten dürften.
Für den Photonik- und Optikspezialisten Jenoptik hob Jefferies das Kursziel auf 38 US-Dollar an. Als Haupttreiber nennen die Analysten eine deutliche Verbesserung des Auftragseingangs seit Jahresbeginn, die vor allem auf die starke Dynamik bei Halbleiterausrüstungen zurückzuführen sei. Jenoptik hatte im vergangenen Jahr seine Mikrooptik-Kapazitäten für Halbleiteranwendungen verdoppelt und ist damit nach Einschätzung von Jefferies gut für weiteres Wachstum positioniert. Zusätzlich wachsen die Geschäftsbereiche Rechenzentren und Verteidigung, wenn auch ausgehend von einer noch kleinen Basis.
Munters bleibt „Top Pick" bei Jefferies
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Zur AktienanalyseNeben den deutschen Unternehmen behält Jefferies auch das schwedische Unternehmen Munters als „Top Pick" in seiner Beobachtungsliste. Die solide Dynamik bei den Auftragseingängen im ersten Quartal stütze die Einschätzung, dass kurzfristige Gewinnbelastungen eher auf zeitliche Faktoren und Phasenverschiebungen als auf echte Nachfrageeffekte zurückzuführen seien. Konkret wurden die kurzfristigen Ergebnisse laut Jefferies durch Zölle, Produktumstellungen und Hochlaufdynamiken belastet – nicht durch eine strukturelle Abschwächung der Nachfrage.
Die Aktualisierungen von Jefferies zeigen, dass das Analysehaus trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds weiterhin positiv auf ausgewählte europäische Industrie- und Technologiewerte blickt. Besonders die Bereiche erneuerbare Energien, Halbleiter und Photonik stehen im Fokus – Sektoren, die langfristig von strukturellen Wachstumstrends profitieren dürften. Für deutsche Privatanleger sind die Kurszielerhöhungen ein Signal, dass institutionelle Investoren das Potenzial dieser Unternehmen trotz kurzfristiger Unsicherheiten als intakt betrachten.


